B26n Neue Pläne für Würzburger Westumgehung
Die Regierung von Unterfranken hat den bisherigen Plänen für die B26n eine Absage erteilt. Statt einer autobahnähnlichen Trasse soll die Würzburger Westumgehung nun eine Bundesstraße werden, so der Plan.
Zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens legte Regierungspräsident Paul Beinhofer die landesplanerische Beurteilung vor. Daraus geht indirekt hervor, dass die Regierung der staatlichen Straßenbauverwaltung gleich mehrere Änderungen vorschlägt.
Demnach soll die Behörde auf eine autobahnähnliche Trasse mit jeweils zwei Fahrspuren und Standstreifen verzichten. Der Plan der Regierung sieht stattdessen vor, die B26n als Bundestraße mit je einer Richtungsfahrbahn und gegebenenfalls einer Überholspur zu bauen. Außerdem soll entweder die gesamte Trasse von der A7 bis zur A3 in einem Stück oder jeweils nur eine Fahrbahn gebaut werden.
Darüber hinaus rät die Regierung von Unterfranken dazu, die Trasse an den Wirtschaftsraum Lohr anzubinden. Gegner der Westumgehung begrüßten die Entscheidung der Regierung einerseits. Allerdings bedauerten sie, dass das Projekt überhaupt verwirklicht werden soll.
Verbindung zu A3 und A7
Bislang war eine autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße angedacht, die auf einer Länge von knapp 50 Kilometern rund 60 Gemeinden streift. Die Trasse sollte die A3 bei Hettstadt direkt mit dem Autobahnkreuz Schweinfurt-Werneck auf der A7 im Norden von Würzburg verbinden.
In der Region umstritten
Bürger aus dem Landkreis Würzburg sammelten 14.000 Unterschriften gegen die Trasse: Sie befürchteten massive Natur- und Landschaftszerstörung. Darüber hinaus gingen 1.300 private Einwendungen bei der Regierung von Unterfranken ein.
Wirtschaftsverbände gegen Parteien
Auch der Bund Naturschutz und die Grünen hatten sich gegen die B26n ausgesprochen. Die Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt setzte sich hingegen für den Neubau ein. Uneinheitlich war das Bild je nach Standort bei Kommunalpolitikern von CSU, SPD und Freien Wählern.

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