Gemünden Asylbewerberunterkunft wird eingerichtet
Anfang Februar 2012 wird in Gemünden (Lkr. Main-Spessart) eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber mit 60 Plätzen eröffnen. In der Bevölkerung regt sich Widerstand.
Vertreter der Regierung von Unterfranken haben den Gemündener Stadtrat über den aktuellen Stand informiert. Bürger, die in der Nachbarschaft des Gebäudes wohnen, das zur Sammelunterkunft ausgebaut werden soll, äußerten bereits Bedenken. "Es ist ein sehr schwieriges Thema", meldete sich Bürgermeister Georg Ondrasch (Freie Wählergemeinschaft) zu Wort.
"Das bedeutet, wir müssen mit der notwendigen Sensibilität damit umgehen. Das geht eben auch darum, dass die geäußerten Sorgen der Nachbarn ernstgenommen werden und dass mit ehrlichen Worten auch die Ängste abgebaut werden."
Gemündens Bürgermeister Georg Ondrasch (Freie Wählergemeinschaft).
Laut Ondrasch hat die Stadt keine rechtliche Handhabe, um die Asylbewerberunterkunft zu verhindern. Außerdem ist sie auch nicht Eigentümerin des Grundstücks.
Räumlichkeiten für Sammelunterkünfte gesucht
Die Regierung von Unterfranken hat die Unterkunft angemietet. Bis Ende 2007 war Gemünden schon einmal Standort einer Gemeinschaftsunterkunft. Diese wurde wegen des Rückgangs der Asylbewerberzahlen geschlossen. Nach Auskunft von Regierungssprecher Johannes Hardenacke sucht die Behörde händeringend nach weiteren Gemeinschaftsunterkünften.
Pro Woche 25 Asylbewerber
Die Regierung von Unterfranken ist zuständig für 14 Gemeinschaftsunterkünfte. Dort wohnen insgesamt etwa 1.500 Asylbewerber. 200 von ihnen sind bereits anerkannt und könnten ausziehen, finden aber keine private Wohnung. Pro Woche werden dem Regierungsbezirk durchschnittlich 25 Menschen zugewiesen, die in der Bundesrepublik einen Antrag auf Asyl gestellt haben. Sie kommen von Aufnahmeeinrichtungen in München oder Zirndorf.

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