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Sparpläne bei Areva Politik will hinschauen

Der Stellenabbau bei Areva beschäftigt nun auch die Politik. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) hat angekündigt, genau zu beobachten, ob der Konzern sozial verträglich vorgehe. Bis zu 800 Stellen könnten allein in Erlangen wegfallen.

Stand: 15.12.2011

Insgesamt will der französische Atomkonzern in Deutschland bis zu 1.500 Stellen abbauen. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil bedauerte die Stellenstreichungen und nannte sie so kurz vor Weihnachten einen "herben Schlag", gerade für Erlangen als Ort der deutschen Hauptniederlassung und die Beschäftigten. Der Minister kündigte an, die Umstrukturierungspläne des französischen Mutterkonzerns genau zu verfolgen. Der Konzern habe zugesichert, dass der Stellenabbau sozialverträglich erfolge und es nicht zu betriebsbedingten Kündigungen komme. In Erlangen berät der Gesamtbetriebsrat, wie er auf die Pläne des Konzerns reagieren will.

Verhandlungen laufen

Gesamtbetriebsratsvorsitzende Heidi Heinlein sagte dem Bayerischen Rundfunk am Rande der Sitzung, es gebe noch keine Aussagen darüber, an welchen Standorten des Atomkonzerns wie viele Arbeitsplätze wegfallen sollen. Dies sei unter anderem Sache der Verhandlungen zwischen Arbeitnehmervertretern und Management. Relativ sicher sei lediglich, dass der unterfränkische Standort Karlstein keine Arbeitsplätze verliert. Dort produzieren rund 300 Beschäftigte vor allem Bauteile für Siedewasserreaktoren. Aus der Aufsichtsratsversammlung verlautete, dass vor allem Stellen in den Bereichen Engineering und Projektentwicklung abgebaut werden sollen, sagte der erste Bevollmächtigte der IG Metall Erlangen, Wolfgang Niclas, dem BR. Diese Sparten sind in Erlangen angesiedelt.

Keine Stellenstreichungen in Frankreich

Die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Heinlein dementierte Agenturberichte, der Betriebsrat wolle gerichtlich gegen den Stellenabbau vorgehen. Man lasse sich aber rechtlich beraten und wolle ein externes Gutachten in Auftrag geben, um die Notwendigkeit der Stellenstreichungen zu überprüfen. Vor allem müsse geklärt werden, ob der Arbeitsplatzabbau tatsächlich nur mit dem Unglück von Fukushima und dem deutschen Atomausstieg zusammenhängt, heißt es von der IG Metall: Die Gewerkschaft habe den Verdacht, dass nur aufgrund firmenpolitischer Überlegungen in Frankreich keine Stellen abgebaut würden. Dort stehen im Frühjahr Präsidentschaftswahlen an. Französischen Medienberichten zufolge hat Areva Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy zugesichert, in seinem Land keine Jobs zu streichen. Der französische Staat hält 87 Prozent an dem Atomkonzern.

"Wenn es um Arbeitsplatzabbau geht, darf es kein deutsches Opfer für Frankreich geben. Es müssen diejenigen Stellen abgebaut werden, die in jedem Land nicht mehr benötigt werden."

Wolfgang Niclas, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Erlangen.

Betriebsrat fordert Aussetzung der Sparpläne

Areva hat angekündigt, in den nächsten vier Jahren in Deutschland 1.200 bis 1.500 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Wie viele Stellen in der deutschen Areva-Zentrale in Erlangen gestrichen werden, ist aber noch nicht klar. Noch ist weitgehend unklar, welche Standorte betroffen sind. Auch welche Standorte betroffen sind, ist noch weitgehend unklar. Insgesamt arbeiten in Deutschland rund 6.000 Menschen für Areva, rund 3.600 davon am Standort Erlangen. Der europäische Betriebsrat von Areva hat die Aussetzung der Sparpläne gefordert. Sie seien nicht über die Umstrukturierung informiert und auch nicht konsultiert worden, monierten die Arbeitnehmervertreter. Einen "politisch akzentuierten und überzogenen Abbau" dürfe es nicht geben.

Areva hält am Standort Deutschland fest

Einer Mitteilung des Unternehmens zufolge sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Die Umstrukturierung werde in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern passieren. Außerdem bleibe Deutschland für Areva auch in Zukunft von großer Bedeutung, teilte der Konzern mit. Hier seien Kompetenzen der Atomkraft, aber auch der Windenergie gebündelt.

Stellenstreichungen nach Atomausstieg

Vorstandschef Luc Oursel begründete den Arbeitsplatzabbau mit dem deutschen Atomausstieg. Die Stilllegung beinahe der Hälfte aller deutschen Kernkraftwerke zwinge Areva zu einer strategischen Neuausrichtung. In Frankreich will Areva Berichten zufolge einen Einstellungsstopp in der Verwaltung verfügen und so einige hundert Stellen nicht mehr besetzen.

Hoher Verlust erwartet

In einer am Montag (12.12.2011) veröffentlichten Erklärung betonte der Konzern, der Aufsichtsrat habe den weitreichenden "Sparplan 2016" gebilligt. Damit jährlich eine Milliarde Euro eingespart werden. Als Gründe nennt der Konzern erwartete Verluste in Höhe von 1,5 Milliarden Euro.

7 Kommentare

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Jabitte, Freitag, 16.Dezember, 13:52 Uhr

7.

2013 werden Frau Merkel und Herr Seehofer hoffentlich die Quittung für ihre Panikpolitik bekommen!

Leihingenieur, Freitag, 16.Dezember, 13:05 Uhr

6. AREVA Mitarbeiterabbau

AREVA will in 3-4 Jahren ca. 1200 Stellen streichen, die meisten 2012.
Die Ingenieursabteilung in ER und OF schrumpft von rund 2300 um 700 Leute. Rund 20% der Mitarbeiter sind extern (geliehen nach AÜG). Dort braucht man nur den Leihvertrag nicht zu verlängern bzw. man beendet ihn kurzfristig. Der Verleiher müsste zwar eine neue Stelle finden, aber tut er das oder kündigt er? Um diese Mitarbeiter kümmert sich der Betriebsrat bei AREVA erst zweitrangig.

Kernspezialist, Freitag, 16.Dezember, 12:50 Uhr

5. Stellenabbau

Zitat unserer Kanzlerin: " Ich kann keinen zusammenhang zwischen dem deutschen Atomausstieg und den Stellenstreichungen bei AREVA feststellen."
Für so eine Aussage sollte sie zurücktreten.
Es wird Zeit das wieder eine Partei regiert die unsere Wirtschaft in deutschland voranbringt und nicht kaputtmacht.
Die GRÜNEN haben deutschland nich zu dem gemacht was es heute ist.
Das war die deutsche Industrie, Automobil, Energie, Chemie, Rüstung, Schwerindustrie wie Stahl und Aluminiumhütten..... Alle ganz böse Energieverschwender oder Hersteller oder die Waffenlobby...... aber ohne diese Industrie ist Deutschland keinen Cent mehr wert.
Wert euch endlich gegen diese Staatsfeindlichen Organe die dann auch noch alle schuld von sich weisen.
Wenn es der Industrie gut geht in Deutschland dann geht es auch den Menschen gut.
Und wenn man Firmen ihre existenz nimmt dann müssen leute entlassen werden.
Ich arbeite gerne in der Atomindustrie weil es ein Großkonzern ist der seine Mitarbeiter wie andere Konzerne noch anständig behandelt und gut bezahlt.
Auf jedenfall besser als für 7,80 Euro Solarpaneelen auf Dächer zu schrauben beim hiesigen Elektriker die auch noch in China produziert werden. Teil bauen diese Solarparks ja schon rumänische oder bulgarische Monteurtrupps....... Da sind also euro so hochgelobten Arbeitsplätze der ERNEUERBAREN. In China und Osteuropa....

So vielen Dank für Ihre Aufmersamkeit
andif2812 ä t aol.com