... und mit Zaungästen
Wagner-Jahr mit neuem "Ring"
Am 22. Mai 2013 jährt sich der Geburtstag des Komponisten und Gründers der Bayreuther Festspiele zum 200. Mal. Grund genug, bei dieser Jubiläumsausgabe des Festivals einen neuen "Ring des Nibelungen" auf die Bühne zu bringen. Nach langer Suche konnte schließlich der gebürtige Berliner Regisseur Frank Castorf gewonnen werden, die mächtige Tetralogie mit rund 16 Stunden Gesamtspielzeit zu stemmen. Die musikalische Leitung des "Rings" liegt in den Händen von Kirill Petrenko.
Insgesamt stehen heuer sieben Produktionen auf dem Spielplan: Neben den vier Opern der Ring-Tetralogie kommen der "Tannhäuser" sowie der "Lohengrin" zur Aufführung; den Auftakt macht am 25. Juli "Der Fliegende Holländer". BR-KLASSIK ist bei der Eröffnung der Festspiele natürlich wieder live vor Ort. Auch die restlichen Opern liefert Ihnen die Klassikwelle des BR frei Haus - entweder in Direktübertragungen oder Livemitschnitten aus dem Festspielhaus. Vorab können Sie sich schon einmal mit unseren Opern-Crashkursen fit machen für die diesjährigen Festspiele:
Rückblick auf die Festspiele 2012
Die Premiere des "Fliegenden Holländers" eröffnete am Mittwoch, 25. Juli, die Bayreuther Festspiele 2012. Seit der Erstaufführung 1901 ist dies die zehnte Produktion des Werks auf dem Grünen Hügel. Auch zahlreiche Prominente aus Showbiz, Wirtschaft und Politik wollten sich Bayreuths neuen "Holländer" nicht entgehen lassen - allen voran bekennender Wagner-Fan Angela Merkel mit Ehemann Joachim Sauer.
Musikalisch fand die Premiere des "Fliegenden Holländers" beim Publikum großen Anklang, und auch Einspringer Samuel Youn konnte überzeugen. Die Regie des Bayreuth-Neulings Jan Philipp Glogers ließ jedoch Fragen offen.
Kritik
Jan Philipp Gloger setzte Richard Wagners romantische Seefahrer-Oper neu in Szene, die musikalische Leitung liegt bei Christian Thielemann. Der 1981 in Hagen geborene Gloger arbeitet seit 2007 als Schauspielregisseur unter anderem am Bayerischen Staatsschauspiel München, am Staatstheater Mainz sowie am Deutschen Theater Berlin. Seine erste Oper inszenierte er 2010 mit "Le Nozze di Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart in Augsburg.
Zur Inszenierung
Samuel Youn sang die Rolle des Holländers. Er war kurzfristig für Evgeny Nikitin eingesprungen, der nach der Affäre um seine Tätowierungen mit NS-Motiven nicht auftrat. Youn erhielt einen besondern Applaus des Publikums für seine Darbietung der Titelrolle.
Insgesamt 30 Mal hob sich heuer der Vorhang im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel. Am 28. August gingen dann die Bayreuther Festspiele 2012 mit einer Aufführung des "Parsifal" zu Ende.

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