Schachtelhalm
Typischerweise findet man Schachtelhalme in großen Gruppen an Waldbächen.
Vom Ahorn bis zur Zwiebel Der Schachtelhalm
Er ist in unserer Pflanzenwelt etwas ganz Besonderes: Der Schachtelhalm. Denn er ist ein Überbleibsel einer Zeit, die über dreihundert Millionen Jahre zurückliegt. Entsprechend skurril ist sein Aussehen und ungewöhnlich seine Fortpflanzung. Ein Porträt dieses "lebenden Fossils".
Schachtelhalmgewächse zählen zu den evolutionsgeschichtlich interessantesten Vertretern unserer heimischen Flora. Ihre Vorfahren verließen vor über 360 Millionen Jahren das Wasser und besiedelten das Land.
Relikt aus Urzeiten
Die Hoch-Zeit der Schachtelhalmgewächse war im Karbon. Damals gab es ganze Wälder aus Schachtelhalmen: Sie wurden bis zu 30 Meter hoch und hatten einen Stamm-Durchmesser von einem Meter. Die Pflanzengruppe war damals sehr formenreich, heute sind davon bei uns noch 25 verschiedene Arten übrig geblieben. Sie haben sich in ihrem Aufbau und ihrer Biologie kaum verändert und zeugen von längst vergangenen Zeitaltern.
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Der Schachtelhalm
- Abteilung: Gefäßsporenpflanzen
- Wuchshöhe: bis 150 Zentimeter (Riesenschachtelhalm)
- Vorkommen: in großen Gruppen an Waldbächen und auf sickerfeuchten Böden
- Stängel: hohl, gefurcht, aus geschachtelten Abschnitten bestehend (Internodien, unterteilt durch Nodien)
- Vermeintliche "Blätter": Was aussieht wie Blätter, sind in Wirklichkeit Seitenästchen
- Blätter: winzige Schuppen
- Blüte: keine. Statt dessen Sporophyllstand
- Vermehrung: durch Sporen; aus ihnen keimen männliche und weibliche Prothallien; nach der Befruchtung entsteht aus ihnen eine neue Pflanze
- typischer Inhaltsstoff: Kieselsäure

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