Schwarzpappel
Bis zu dreißig Meter wird die prächtige Schwarzpappel hoch. Sie ist bei uns selten geworden.
Vom Ahorn bis zur Zwiebel Die Pappel
Sie ist ein einheimischer Baum und vor allem in den Städten gar nicht so selten: die Pappel. Doch wer kennt schon ihre auffälligen roten Blüten und ihre typischen herzförmigen Blätter? Ein Baum-Porträt - in Text, Bild und Video.
Die Pappel - lateinisch Populus - gehört zu den Weidengewächsen. Dass die Pappel mit der Weide verwandt ist, verrät ihr Samen: Zur Reifezeit fliegen - wie auch bei der Weide - dichte wollige Büschel mit dem Samen durch die Luft. In manchen Jahren sind Wege und Straßenränder regelrecht "eingeschneit" mit Pappelsamen.
Der typische Straßenbaum
Die schlanken, hohen Pappeln, die oft als Straßenbäume in den Städten stehen und für den "Samen-Schnee" sorgen, sind sogenannte Pyramidenpappeln - eine Form der Schwarzpappel. Zeitgenössischen Berichten zufolge wurde die Pyramidenpappel Mitte des 18. Jahrhunderts in Italien entdeckt. Deshalb wird sie auch italienische Pappel genannt. Bei uns gibt es von ihr nur männliche Bäume. Die Fortpflanzung ist daher nur über Stecklinge möglich.
Heimische Pappel-Arten
In Mitteleuropa sind die Schwarz-Pappel (Populus nigra), die Silber-Pappel (Populus alba), die Zitter-Pappel (Populus tremula) sowie ein Grau-Pappelhybrid (Populus canescens) heimisch. Die selten gewordene Schwarzpappel ist ein typischer Vertreter unserer Auwälder.
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Nützliche Pappel
Die Pappelknospen enthalten Phenol-Glykoside, Gerbstoffe und ätherische Öle. Daraus werden Salben und Extrakte hergestellt. Sie helfen als Wundmittel und werden bei Arthritis, Rheuma und Bronchitis angewendet. Aus dem sehr leichten Pappel-Holz werden Streichhölzer, Tischtennisschläger, Zahnstocher und Papier hergestellt.
Die Pappel:
- Familie: Weidengewächse
- Wuchshöhe: bis 30 Meter
- Krone: hoch gewölbt, ausladend
- Stamm: kräftig, manchmal gewunden; teilt sich in geringer Höhe in massive Äste
- Borke: dunkelgrau, grobe netzförmige Struktur
- Blatt: bis zehn Zentimeter lang, herzförmig mit schmaler, langer Spitze; Blattoberfläche glänzend, dunkelgrün
- Blütezeit: März bis April, vor Blattaustrieb
- Geschlechter: zweihäusig, es gibt also männliche und weibliche Bäume
- Blüten: hängendes, neun Zentimeter langes Kätzchen (männlich: rötlich, weiblich: grün) aus vielen Einzelblüten zusammengesetzt
- Fruchtreife: Mai bis Juni
- Frucht: Kapsel mit wolligem Haarschopf
- Standort: feuchte Böden, vor allem in Auwäldern
- Holzverwendung: für Streichhölzer, Tischtennisschläger, Zahnstocher und Papier

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