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Die Erde - unser Planet (2) Von der Sonne verwöhnt

Während bei uns der Winter Einzug hält, schwitzt Australien in der Sommerhitze. Wenn wir schon Licht anmachen müssen, herrscht in Südamerika noch heller Tag. Was haben die Kugelgestalt der Erde oder ihre Achse damit zu tun? Und welche Rolle spielt die Sonne dabei? Hier sind die Antworten.

Autor: Karl Reiner Müller, ein Film von Wolfgang Meindl & Tilmann Bischoff Stand: 09.12.2011

Warum herrschen eigentlich in verschiedenen Teilen der Erde zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Temperaturen? Wieso gibt es Jahreszeiten, warum Tag und Nacht? Den Schlüssel zur Beantwortung all dieser Fragen liefert die Sonne. Ohne sie ist die Erde nicht erklärbar. Unser Zentralgestirn liefert die Energie für alle klimatischen Phänomene, für die Entstehung von Tag und Nacht oder die Folge der Jahreszeiten, für das Leben schlechthin.

Ebenso wichtig für das Verständnis ist das Zusammenspiel weiterer geophysikalischer Faktoren. So ist Rotation der Erde um eine schräge Achse verantwortlich für das Entstehen von Tag und Nacht und den ständigen Wechsel zwischen warm und kalt.

Durch den Umlauf der Erde um die Sonne entstehen die verschiedenen Jahreszeiten. Auch hier führt die Schrägstellung der Erdachse zu verschiedenen Ausprägungen in verschiedenen Teilen der Erde. Der Breitengrad gibt an, zu welcher klimatischen Zone ein Ort gehört. In Äquatornähe ist die Sonneneinstrahlung direkt und intensiv. Wegen der Erdkrümmung ist aber bereits am 60. Breitengrad die Fläche, die ein Strahlenbündel bestrahlt, doppelt so groß wie am Äquator. Auch Lage und Höhe eines Ortes bestimmen seine Temperatur. Pro 100 Meter Höhe sinkt die Temperatur durchschnittlich um 1 Grad Celsius.

Ozeane und Meere nehmen Temperaturschwankungen wesentlich langsamer an als Kontinente. Am Meer sind die Temperaturen daher ausgeglichener, im Landesinneren gibt es teilweise erhebliche Schwankungen zwischen Tag und Nacht, Sommer und Winter. Meeresströmungen üben einen entscheidenden Einfluss auf das Klima einer Region aus. So hat der warme Golfstrom eine große Bedeutung für das Klima in Westeuropa. Umgekehrt sorgt der kalte Labradorstrom für vergleichsweise niedrige Durchschnittstemperaturen an der Ostküste Nordamerikas.

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Wie die Meeresströmungen ist auch die Herkunft der vorherrschenden Winde ein entscheidender Faktor. Warme Südwinde aus Afrika sorgen für mildes Klima in Brest (Januardurchschnitt 7 Grad). In Paris sind es bereits 4 Grad, in Stuttgart 0 Grad. In Wien misst man - 2 Grad. Für eine erträgliche, ausgeglichene Temperatur auf unserem Planeten sorgt nicht zuletzt die Erdatmosphäre. Planeten ohne schützende Atmosphäre sind wegen ihrer extremen Temperaturschwankungen absolut lebensfeindlich.

Information zur Sendereihe

Der wohl faszinierendste Himmelskörper in unserem Sonnensystem ist die Erde, ein Planet mit Kontinenten, Wasser und Atmosphäre. Wie entstanden diese Kontinente? Wer schuf Gebirge und Flüsse? Warum brechen Katastrophen wie Vulkanausbrüche, Erdbeben und Stürme auf die Bewohner der Erde herein und wie entstehen Jahreszeiten? "Die Erde – unser Planet" beantwortet diese Fragen. (Quelle: Planet Schule)