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Natur und Technik Atmung und Blutkreislauf

Atmen ist die einfachste Sache der Welt. Wir tun es automatisch, meist unbewusst und ohne groß darüber nachzudenken. Doch was der Körper wie scheinbar nebenher für uns erledigt, ist ein hochkomplexes Zusammenspiel von Muskeln, Lungen und Blutkreislauf.

Autor: Petra Reinold & Hermann Deger, ein Film von Anita Bach Stand: 02.12.2011

Zum Atmen brauchen wir die Nase, den Mund und die Lungen. Stimmt. Aber das ist nicht alles. Ohne den Brustkorb und seine Muskeln geht gar nichts. Die Bewegung des Brustkorbes ist nötig, weil die Lungen selbst keine Muskeln besitzen. Der Brustkorb hebt sich beim Einatmen und senkt sich beim Ausatmen. Oder - und, das ist die zweite Möglichkeit: die Bauchdecke hebt und senkt sich. Bei der Brustatmung entsteht in der Lunge ein Unterdruck, durch den Luft eingesaugt wird. Beim Ausatmen verkleinert sich der Brustraum. Der dadurch entstehende Überdruck presst die Luft wieder aus der Lunge. Anders dagegen bei der sog. Bauchatmung. Bei dieser Atemtechnik hebt und senkt sich das Zwerchfell, eine dünne Muskelschicht zwischen Bauch- und Brustraum. Auch dadurch verändert der Brustraum seine Größe und Luft strömt in die Lunge ein oder aus.

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Die eingeatmete Luft strömt durch die Luftröhre in die zwei Hauptbronchien, die jeweils zu den beiden Lungenflügeln führen. In den Lungen verzweigen sich die Bronchien immer weiter, bis sie in Millionen kleinster Bläschen enden, den Lungenbläschen . Sie sind von einem Netz ganz feiner Adern umsponnen. An den Lungenbläschen nehmen die roten Blutkörperchen in den Adern einen Teil der Sauerstoffmoleküle aus der Luft auf und transportieren sie mit dem Blut zu den Organen. Gleichzeitig geben die roten Blutkörperchen hier Kohlenstoffdioxidmoleküle an die Lungenbläschen ab. Es findet ein Gasaustausch statt. Kohlenstoffdioxid wird ausgeatmet und verlässt als Abfallprodukt den Körper.

Der eingeatmete Sauerstoffanteil der Luft ist ein wichtiger Energielieferant. Mit dem Blut gelangt der Sauerstoff in die Muskelzellen des Körpers. Hier treibt er in den Zellkraftwerken die Verbrennung (Oxidation) von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten an. Dadurch wird die in den einzelnen Molekülen gebundene Energie frei, die wir für die Muskelarbeit, für das Gehirn und zum Warmhalten des Körpers brauchen.

Als Verbrennungsrückstand bei dieser "Zellatmung" entsteht C02, das mit dem Blut wieder in die Lunge befördert und abgeamtmet werden muss.