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Kampf um Ressourcen Bodenschätze: Die programmierte Krise

Der Bedarf an Rohstoffen wächst weltweit. Das Angebot an Ressourcen ist jedoch nicht nur begrenzt, sondern auch sehr ungleich verteilt. Wie lassen sich Verteilungskämpfe vermeiden und Lösungen für ein nachhaltiges weltweites Ressourcenmanagement finden?

Stand: 16.02.2012
Seltene Erden | Bild: picture-alliance/dpa

Prof. Dr. Raimund Bleischwitz macht in seinem Vortrag klar, dass Bodenschätze Konflikte herausfordern können. Der richtige Umgang damit kann aber auch eine nachhaltige Entwicklung fördern. Für eine gerechte Ressourcenpolitik und zur Erhöhung der Rohstoffsicherheit sieht Prof. Bleischwitz die Erhöhung der sogenannten Ressourcenproduktivität als zentrale Strategie. Dabei geht es darum, mit möglichst geringem Rohstoffeinsatz zu produzieren. Um die vorhandenen Ressourcen - etwa seltene Metalle - effektiver zu nutzen, könnte ihr Verbrauch auch international geregelt werden. Eine Möglichkeit wäre es, Bodenschätze als internationales Gemeinschaftsgut zu bewirtschaften. Dazu müssten marktwirtschaftliche Elemente mit Institutionen und anderen „Governance-Ansätzen“ kombiniert werden. Um auch die Industrie aktiv ins Ressourcenmanagement einzubeziehen, sollten geeignete Anreize geschaffen werden.

Prof. Dr. Raimund Bleischwitz

Raimund Bleischwitz studierte Wirtschafts-, Sozialwissenschaften und Geschichte an der Universität Bonn und promovierte im Fach Wirtschaftwissenschaft an der Universität Wuppertal. 2005 habilitierte er sich für den Bereich Volkswirtschaftslehre an der Universität Kassel. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Umwelt- und Ressourcenökonomie, Ressourcenpolitik und Nachhaltigkeitsstrategien. Prof. Bleischwitz forscht am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie im Bereich des Ressourcenmanagements und der weltweiten Rohstoffzirkulation.