Informatik und Naturwissenschaften Physik an der Technischen Universität München
Wer an der TUM Physik studieren möchte, muss bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Welche das sind und wie der Studienablauf und die Berufsaussichten sind, zeigt dieses Studienporträt.
Rund um das sogenannte 'Garchinger Ei' - den 1957 in Betrieb genommenen Forschungsreaktor - ist in Garching vor den Toren Münchens einer der großen naturwissenschaftlichen Forschungsstandorte in Europa entstanden. Das in unmittelbarer Nachbarschaft des Reaktors gelegene Physikdepartment der Technischen Universität München ist dabei eine der ältesten und renommiertesten Einrichtungen. Hier sind über 1.000 Studenten eingeschrieben, die sich für die Studienangebote der TUM im Fach Physik entschieden haben.
Fachliche Ausrichtung
Das Physikstudium an der TUM gliedert sich in ein viersemestriges Grundstudium mit Abschluss Bachelor und daran anschließend vier spezialisierte Masterstudiengänge. Je nach Interesse und Fähigkeiten kann man sich für Physik der kondensierten Materie, Kern-, Teilchen- und Astrophysik oder Biophysik entscheiden. Ergänzend wird ein anwendungsorientierter englischsprachiger Masterstudiengang 'Applied and Engineering Physics' angeboten.
Voraussetzungen
Wer Physik studieren will, sollte auch Mathematik beherrschen. Übereinstimmend stellen die im Beitrag befragten Lehrenden und Studierenden fest, dass Mathematik zum Verständnis physikalischer Vorgänge unerlässlich ist. Ansonsten gibt es an der TUM keine Zulassungsbeschränkungen; mit Hilfe von Orientierungstests nach den ersten Semestern soll den Studenten allerdings frühzeitig vermittelt werden, ob sie das Pensum schaffen können. Immerhin bricht fast die Hälfte der Studienanfänger das anspruchsvolle Physikstudium vorzeitig ab.
Das Studium
Wer den Bachelor geschafft hat, arbeitet meist in kleinen Arbeitsgruppen an Forschungsinstituten, die dem Department angegliedert sind. Am Beispiel des Walter-Schottky-Instituts zeigt der Beitrag den Alltag einiger Studenten, die sich mit Problemen der Nanotechnologie befassen. Ihre Aussagen belegen, dass das Studium der Physik sicher nicht zu den leichtesten Studiengängen gehört, dass es aber dennoch viel Spaß machen kann und die große Angst vor diesem klassischen Fach der Naturwissenschaft weitgehend unbegründet ist.
Berufsaussichten
Prof. Dr. Alexander Holleitner, der Leiter der Arbeitsgruppe am Schottky-Institut hält Physik für einen Studiengang praktisch ohne Berufsrisiko. Physiker sind in sehr unterschiedlichen Gebieten der Wirtschaft und der Verwaltung gefragt, weil man ihnen fachübergreifendes Denken und eine ganz spezifische Kapazität zur Problemlösung unterstellt. Allerdings ist Physik immer noch ein von Männern dominierter Studiengang. Frauen, so eine der befragten Studentinnen, trauen sich einfach nicht so recht an das Fach heran, weil Mädchen oft schon in der Schule bei den Naturwissenschaften weniger zugetraut wird als Jungens. Aber egal ob männlich oder weiblich: wer die Hemmschwelle zur Wahl des Studienfachs Physik überwindet, kann mit ausgezeichneten Studienbedingungen und hervorragenden Berufsaussichten rechnen.
Link
Weitere informationen:

Wetter


