Entscheidungen vor Ort: Welcher Baum muss weichen?
Auf ins Holz Zeit für den Kößlarner Kirchenwald
'Alles hat seine Zeit'. Auch im Kößlarner Kirchenwald. Dort widmet sich der ehemalige Forstamtsdirektor Elmar Thumbach schon seit längerem mit viel Engagement dem 95 Hektar großen Wald.
Bis 2005 war Elmar Thumbach Leiter des Forstamts Bad Griesbach. Nach dessen Auflösung im Zuge der Forstreform in Bayern und nach seiner Pensionierung hat der 69-Jährige eine neue Aufgabe übernommen: die Betreuung des Kirchenwaldes im niederbayerischen Kößlarn.
Als Jagdpächter und Betreuer ist es Thumbach ein Herzensanliegen, den alten Stiftungswald in eine gute Zukunft zu führen. Der Kößlarner Kirchenwald geht auf eine spätmittelalterliche Schenkung Herzog Ludwigs des Reichen zum Unterhalt der Wallfahrtskirche zurück.
Dem ehemaligen Forstamtsleiter macht es riesige Freude, sein gesamtes fachliches Wissen und Können einbringen zu können. Ist das Einsatzgebiet auch viel kleiner als der frühere amtliche Zuständigkeitsbereich – jetzt sozusagen mit 'aller Zeit der Welt' kann er die Betreuung umso intensiver gestalten. Dabei greift Thumbach mit Leidenschaft zur Säge und zum Jagdgewehr - ehrenamtlich versteht sich.
'Alles hat seine Zeit' im Kößlarner Kirchenwald
Es gibt die Zeit des Hegens und Pflegens, die Zeit des Wachsen und des Erntens. Es gibt eine Schonzeit und die Schusszeit. Für Elmar Thumbach und seine Mitstreiter ist Jagd aber nicht 'Trophäenjagd' ,sondern die ernst zu nehmende Aufgabe, den gesetzlichen Auftrag 'Wald vor Wild' zu erfüllen. Vor allem die 'natürliche Verjüngung' der Tanne soll die Zukunft des anvertrauten Waldes sichern. Wegen hoher Verbissschäden geht dies nicht ohne intensive Bejagung des Rehwilds.
Wenn Elmar Thumbach mit viel Anteilnahme über seine Passion, den Wald, redet und philosophiert, ist zu spüren, dass er seine Aufgabe ungeheuer liebt und die Zeit, die er im Wald verbringt, wirklich genießt.
Kulinarische Genüsse gehören auch zum Leben eines Forstmanns. Zum Jahresbeginn gab es ein die Jagdsaison beschließendes Essen zusammen mit den Förstern und Pfarreimitgliedern mit 'Dreierlei vom Reh' im Kößlarner Gasthof Bimesmeier.

Wetter

