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Wirtshaustipp Restaurant "Domherrnhof" in Eichstätt

Wirtshaustester Wolfgang Schneider ist diesmal in Oberbayern unterwegs. In Eichstätt besucht er das Restaurant "Domherrnhof".

Stand: 25.10.2012
Restaurant "Domherrnhof" von außen | Bild: BR

Besonderheiten des Wirtshauses

Im "Domherrenhof" spiegelt sich nicht nur architektonisch die ganze Lebenslust des Barock und Rokoko wieder. Da gibt es kunstvolle Räumlichkeiten, Originalstuck an Wänden und Decken, Seidentapeten, Spiegel oder Kassettenflügeltüren. "Nobel, nobel", sagt Wirtshausexperte Wolfgang Schneider, "und auch der üppige Blumenschmuck ist sehr dekorativ."

Das Restaurant "Domherrnhof" von innen.

Rustikaler kommt die Schänke daher. Ein Raum, in dem auch ca. 40 Gäste an Eichentischen Platz finden, auf dem riesigen Kachelofen finden sich Motive aus dem Alten Testament und an den Wänden befinden sich außergewöhnliche Ledertapeten: "In der Schänke geht's etwas zünftiger zu, da treffen sich verschiedene Stammtische, Studenten oder auch Eichstätter Geschäftsleute," weiß Wolfgang Schneider.

Geschichte des Wirtshauses

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Der Domherrnhof - so sagt es schon der Name - liegt gegenüber dem Dom, mitten in Eichstätt. Der fürstbischöfliche Hofbaudirektor Gabriel de Gabrieli hat im Auftrag des damaligen Domherrn Rudolf Dietrich von Freyberg das Palais erbauen lassen. Letzter Besitzer vor der Säkularisation 1803 war Domherr Friedrich Daniel von Gebsattel. Es gelangte dann in Privatbesitz und gehört heute einer örtlichen Bank. Die hat vor etwa 30 Jahren die ehemaligen Wohnräume zu Gasträumen umbauen lassen.

Absolut sehenswert: die Rokokostuckaturen an der Außenfassade. Chefs sind seit drei Jahrzehnten die Eheleute Theresia und Rupert Waldmüller. Bei einem Sternekoch im Schwarzwald hat Rupert sein Faible für die gehobene Gastronomie entdeckt, Theresia ist Somelière - "und ich glaube sagen zu können, dass die beiden so etwas wie Pioniere des guten Geschmacks in Eichstätt gewesen sind," so unser Wirtshausexperte.

Küchenart

Wolfgang Schneiders Einschätzung: "das Credo des Küchenchefs klingt einfach, aber das Einfachste ist oft das Schwerste: 'Qualitativ hochwertig kochen'. Dazu gehören natürlich frische, sehr gute Produkte. Einiges kommt aus der Region, zum Beispiel von heimischen Metzgern, aber doch nicht so viel, wie es sich Küchenchef Rupert Waldmüller wünschen würde. Denn für seine Küche gilt ganz klar: 'Qualität vor Regionalität'."

Preise

Die Hauptgerichte beginnen im Restaurant bei 20 Euro: Der Steinbutt zum Beispiel kostet 24 Euro und das Fünf-Gänge-Menü am Abend liegt bei 65 Euro.

Schneiders Empfehlung: "Ich würde mir den Domherrnhof ab und zu bei besonderen Anlässen leisten, da hat man dann wirklich etwas Besonderes. Öfter würd' ich allerdings in der urgemütlichen Schänke sitzen, da geht es nämlich wesentlich günstiger zu. Da kosten die Hauptgerichte zwischen 10 und 15 Euro. Ein geschmortes Kalbsgulasch mit Gemüse und Beilagen beispielsweise kostet 13,50 Euro, die Entensülze mit Bratkartoffeln und Salat 9,50 Euro." 

Schneiders Menü - die Hauptspeise

Schneiders Hauptspeise: Steinbutt auf Brunnenkresseschaum mit Pfifferlingen und Meerrettichspänen

"Ich liebe Fisch, und da hab' ich ein Stück von einem Prachtexemplar probieren dürfen - einen Steinbutt, noch dazu ein seltener Wildfang aus der Nordsee. Aus dem Fisch wird eine Art Kotelett herausgelöst. Das Ganze wird dann gut fünf Minuten im Wasserdampf pochiert und angerichtet wird der Steinbutt auf Brunnenkresseschaum. Dazu kommen Pfifferlinge, und oben drauf noch Meerrettichspäne. Dazu ganz klassisch ein paar gute Kartoffeln. Alles ganz wunderbar", so beschreibt Wolfgang Schneider seinen Hauptgang.

Schneiders Menü - die Nachspeise

Schneiders Nachspeise: Grand Marnier-Parfait im Baumkuchen mit Holunderblütensabayon und Himbeeren

"Ich habe nobel angefangen, also muss es auch nobel weitergehen: mit einem Grand Marnier-Parfait im Baumkuchen mit Holunderblütensabayon und Himbeeren - ein süßer Traum, der all meine Erwartungen erfüllt bzw. übertroffen hat.", schwärmt der Wirtshaustester.

Anreise

Wir sind im nördlichsten Landkreis Oberbayerns. Näher an Nürnberg (etwa 80 Kilometer) als an München dran (zirka 100 Kilometer). Gut zu erreichen über die A9.

Adresse
Restaurant Domherrnhof
Domplatz 5
85072 Eichstätt

Telefon: 08421 6126
E-Mail: waldmueller@domherrnhof.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, Dienstag bis Sonntag von 11 bis 0 Uhr

Freizeittipp

Spaziergang durch Eichstätt

Wolfgang Schneider hat einen sehr naheliegenden Tipp: "Ein Spaziergang durch die alte Bischofsstadt Eichstätt. Dort sollte man die Plätze und Fassaden auf sich wirken lassen, zum Beispiel den Dom oder die Mariensäule auf dem Residenzplatz."


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