Tipps vom ADAC Auto-Tipps für frostige Temperaturen
In den vergangenen Nächten hatten wir in Bayern zweistellige Minustemperaturen. Da kann es schon mal passieren, dass das Auto morgens nicht anspringt oder der Diesel im Tank gefriert. Auto-Tipps für frostige Temperaturen von Klaus Reindl vom ADAC.
Winterdiesel und Fließverbesserer
Zwischen dem 16. November und Ende Februar bekommen Sie an deutschen Tankstellen nur Winterdiesel. Dieser ist bis minus 20 Grad frostsicher. Tests des ADAC haben ergeben, dass der handelsübliche Winterdiesel Temperaturen bis minus 25 Grad standhält.
Wenn die Temperaturen allerdings nachts noch weiter sinken, dann kann der Diesel gefrieren. Das liegt in der Regel daran, dass der Kraftstofffilter verschmutzt ist. Tauschen Sie diesen unbedingt aus! Parken Sie Ihr Auto zudem möglichst windgeschützt, damit es nicht zu kalt wird.
Achtung:
- Geben Sie auf keinen Fall Fließverbesserer zum Diesel, denn bei niedrigen Temperaturen kann sich dieser Zusatz nicht optimal mit dem Diesel vermischen und wirkt nicht oder kann sogar zu Schäden führen.
- Tanken Sie auf keinen Fall Normalbenzin dazu, wie es früher oft empfohlen wurde, denn das erhöht die Explosionsgefahr des Autos.
Tipps gegen eine schwache Batterie
Bei Kälte nimmt die Batterieleistung ab, was deswegen besonders problematisch ist, weil der Start des Motors bei kalten Temperaturen mehr Energie benötigt.
- Tauschen Sie Ihre alte Batterie aus.
- Vermeiden Sie es, kurze Strecken zu fahren, denn dabei hat die Batterie keine Möglichkeit sich aufzuladen.
- Falls sich Kurzstreckenfahrten nicht vermeiden lassen, schalten Sie alle unnötigen "Stromverbraucher", wie z. B. Sitzheizung aus.
- Wenn Ihre Batterie zu schwach ist um ihr Auto zu starten, lassen Sie sich Starthilfe geben.
- Achtung: Wenn Ihr Auto nach fünf Sekunden Startversuch nicht angesprungen ist, sollten Sie mindestens eine halbe Minute warten, bis Sie den nächsten Startversuch unternehmen, denn sonst kann ihr Anlasser Schaden nehmen oder unverbrannter Kraftstoff in den Katalysator gelangen und die Abgasanlage schädigen.
Fahren mit kaltem Motor
Schalten Sie möglichst früh in den nächst höheren Gang, denn bei einem kalten Motor ist es schlecht, wenn Sie mit hohen Drehzahlen fahren.
Handbremse
Ziehen Sie bei sehr niedrigen Temperaturen, wenn möglich, nicht die Handbremse an, denn wenn sich darin Feuchtigkeit befindet, kann sie einfrieren.
Vereiste Scheiben
- Decken Sie Ihre Scheiben abends mit einer Abdeckung ab, dann bildet sich keine Eisschicht. Verwenden Sie dazu auf keinen Fall Kartons, denn diese können an feuchten Scheiben anfrieren.
- Tauen Sie die Scheiben auf keinen Fall mit heißem Wasser ab, denn dadurch kann das kalte Glas reißen.
- Am schonendsten enteisen Sie die Scheiben mit einem Enteisungsspray. Beim Kratzen mit einem Eiskratzer können Sie nämlich die Scheibe zerkratzen, was dazu führt, dass Sie schneller geblendet werden.
- Wenn die Scheiben von innen gefrieren, liegt das daran, dass zu viel Feuchtigkeit im Auto ist. Ursache können z. B. eingerissene Dichtungen oder ein verstopfter Innenraumfilter sein. Wenn Sie diese Ursachen ausschließen können, hilft es, das Auto mit einem Luftentfeuchter zu entfeuchten.
Stau bei eisigen Temperaturen
- Denken Sie daran, bei diesen kalten Temperaturen unbedingt Decken für alle Fahrzeuginsassen mitzunehmen, denn falls Sie lange im Stau stehen oder eine Panne haben, kann es sehr schnell sehr kalt werden.
- Achten Sie darauf, dass Sie immer ausreichend Kraftstoff im Tank haben, damit Sie auch bei längeren Staus den Motor laufen lassen und heizen können.
- Halten Sie v. a. im Winter bei einem Stau immer genügend Abstand zum Auto vor Ihnen und stellen Sie Ihren Wagen versetzt dazu, damit Sie die Abgase des Vorderautos nicht so abbekommen.

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