Bayerisches Fernsehen - Wir in Bayern


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Friedrich Huber "Back mas!"

Seit Anfang 2007 ist er eine Institution in der "Wir in Bayern"-Backstube. "Papa Huber", wie ihn seine Fans liebevoll nennen, wurde das Konditorhandwerk in die Wiege gelegt.

Stand: 24.11.2011

Friedrich Huber | Bild: BR, Kornelia Ruman

Das Münchner Familiencafé, in das er hineingeboren wurde, existiert nun schon seit 1895. 1972, nach seiner Meisterprüfung, hat Friedrich Huber das Geschäft vom Vater übernommen. Natürlich hat er auch die traditionellen "Zwetschgenbavesen" im Angebot, die schon der Großvater für die Pilger der benachbarten Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf gebacken hatte.

Der Münchner Konditormeister hat noch ein zweites berufliches Standbein: er ist gelernter Glasmaler. In seiner Freizeit geht er gerne auf die Jagd. Friedrich Huber - ein echter Tausendsassa bei "Wir in Bayern"!

Meine kulinarische Erinnerung an die Kindheit:
Schon in meiner Kinderzeit waren zur "Bavesen-Saison" alle Hände gefragt, die nur irgendwie mithelfen konnten. So waren wir, wenn Vater das Bavesen-Mus fertiggekocht, durch den Wolf gedreht und abgeschmeckt hatte, am großen Backstubentisch versammelt und bestrichen die Weißbrotscheiben mit dem Mus und setzten die zweite Scheibe darauf. War der Vater mit den Bavesen nach Stunden fertig, und war noch Teig übrig, dann backte er damit überzogene Apfelscheiben (Apfelkücherl) im Butterfett mit. Für uns eine wahre Delikatesse!

So gehören diese, sowie alle Apfelspeisen, zu meinen Leibgerichten und haben mit dazu beigetragen, meinen Beruf als Konditor zu wählen.

Meine bayerische Leibspeise:
Eine meiner Leibspeisen ist der typisch bayerische Schweinebraten mit Knödel, besonders, wie er in Niederbayern und im Bayerischen Wald gerne gegessen wird, mit Sauerkraut statt mit Salat. Sauerkraut macht auch den fettesten Braten bekömmlicher.

Was ich an der bayerischen Küche liebe:
Ich verbinde damit Tradition, Genuss, Esskultur und bayerische Gemütlichkeit. Da die Zutaten meist direkt aus der Region kommen und dadurch schnell und in frischer Qualität erhältlich sind, stehe ich auch heute noch zu unserer heimischen Kost.

Mein Tipp:
Sei es beim Kochen oder beim Backen: Auf frische und regionale Produkte achten! Damit ist man immer auf dem richtigen Weg.


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