Kunst-Stopferin Marianne Unglaub
Unser Gast Marianne Unglaub aus Laaber ist eine der letzten Ihrer Zunft: sie hat 1956 ihre Lehre zur Kunst-Stopferin begonnen und arbeitet bis heute in diesem aussterbenden Beruf.
Beim Stopfen werden fehlende oder zerrissene Fäden eines Kleidungsstücks ersetzt. Stopferinnen bringen etwas zustande, was Näherinnen nicht gelingt: gestopfte Löcher findet man fast nur noch, wenn man genau weiß, wo sich die Stelle befindet. "Ganz unsichtbar ist es nicht, aber je gröber der Stoff, desto weniger sieht man am Ende." Vor allem bei älteren Kleidungsstücken kann man die Reparatur noch erkennen. Denn dann ist der Stoff außen schon etwas verwaschen und die Fäden, die die Stopferin zur Verarbeitung aus dem Saum herauszieht, sind dunkler.

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