Spickzettelsammler Günter Hessenauer
Unser Gast, Günter Hessenauer (71), hat als Lehrer fast 40 Jahre lang Briefchen, Zettelchen, Karikaturen und Spicker gesammelt, die sich in seinem Nürnberger Klassenzimmer unter Tischen und Stühlen versteckten. Einen Großteil seiner Sammlung hat er der Universität Erlangen-Nürnberg vermacht, die damit eine große Wanderausstellung zum Thema "schulische Subkultur" bestückt.
Als Günter Hessenauer 1967 seinen Dienst als Mathe- und Physiklehrer an der Nürnberger Peter-Vischer-Schule antrat, konnte er noch nicht ahnen, dass ihn bald eine Sammelleidenschaft der besonderen Art befallen würde: Eines Nachmittags nach der letzten Stunde ging er noch einmal durchs Klassenzimmer und entdeckte ein kleines Zettelchen auf dem Boden, niedergeschrieben in der Unterrichtsstunde von einem seiner Schüler.
"Ich fand das auf Anhieb so interessant, über was die jungen Leute nachdachten oder sprachen", erinnert er sich. Von da an schaute er genauer hin - und entdeckte mit der Zeit zahlreiche Zettelchen, Briefchen und Karikaturen auf Löschblättern oder Spicker, die unter Tischen, Stühlen oder sogar im Blumentopf auf dem Lehrertisch vergessen worden waren. Es war der Auftakt für ein Hobby, dass ihn in den kommenden 40 Jahren nicht mehr loslassen würde!
Mittlerweile umfasst seine Sammlung mehr als 5.000 Exponate - und einige der schönsten zeigt er natürlich bei "Wir in Bayern".

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