Unter unserem Himmel In den Tegernseer Bergen
Mit dem Herbstbeginn endet auch in den Bergen am Tegernsee der Almsommer.
Film von Alexander Samsonow
Spätestens eine Woche vor Michaeli am 23. September sollte das Vieh heimgeführt werden. So lautet die Almverordnung, die Mönche des Klosters Tegernsee im Mittelalter erlassen haben. Schon damals sind unter ihrer Anleitung viele Almen entstanden, die heute noch bestossen werden.
Wir haben uns in den Tagen des Almabtriebs mit einigen Almerern, Almerinnen und Bauern über die Schönheiten und Widrigkeiten des Almlebens unterhalten. Einige haben bei den schweren Gewittern im Sommer Tiere durch Blitzschlag verloren. Bei ihnen wird deshalb zum Almabtrieb nicht aufgekranzt, so will es der Brauch.
Die Bauern, die ihre Herde glücklich über den Sommer gebracht haben, schmücken die Kälber und Kalma mit Dachsenbuschen, Kronen und Kreuzen, verziert mit bunten Röserln aus Krepppapier. Sie hängen ihnen die großen Festtagsglocken um und ziehen mit ihrer Herde ins Tal, wo auf dem Hof das Ende des Almsommers mit einem fröhlichen Fest gefeiert wird.

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