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Gartennachrichten Juli Ein Garten voller Abenteuer

Ein abwechslungsreicher Garten ist eine Welt voller Abenteuer. Baumhaus, Feuerstelle und Schwimmteich sind magische Punkte, doch auch versteckte Ecken, Kräuterbeet und Beerenstrauch halten Erlebnisse bereit.

Von: Kirsten Zesewitz Stand: 06.07.2012

Ein Baumhaus ist für Kinder das Höchste. Wer keinen geeigneten Baum im Garten hat, kann auch eine eigenständige Konstruktion wählen, selbst gebaut oder aus dem Handel. Aber auch das Basteln mit Naturstoffen ist schon ein tolles Erlebnis. Schneiden Sie doch beispielsweise gemeinsam mit Ihren Kindern den Lavendel zurück, wenn er noch gut aussieht. Denn dann haben die blauen Blüten viele ätherische Öle, die man für Duftsäckchen nutzen kann.

So viel zu tun...

Dafür muss man noch nicht einmal Beutel kaufen. Es reicht völlig aus, einen schönen Stoff in Rechtecke zu schneiden und mit einem Faden zusammenzubinden. Sind die Blüten noch nicht getrocknet, lässt man sie einfach aus dem Sack heraus gucken.

... und zu schmecken

Besonders spannend für Kinder sind essbare Pflanzen. Hier kann man lustige Geschmacksexperimente machen, auch mit der Chili: Mildere Chili-Sorten sind Lombardo oder auch die süße ungarische Chili. Oder Obst: Einfach mal schnell ein paar Beeren pflücken. Wie schmeckt eine ausgereifte, frisch geerntete Himbeere?

Ein eigener Bereich

Legen Sie Ihrem Kind einen eigenen Garten an. Zu sehen, wie aus Pflänzchen üppige Stauden werden, hat schon so manchen kleinen Gärtner beeindruckt. Mit einem eigenen Beet übernehmen Kinder schon Verantwortung. Und allein eine Pflanze so in Händen zu halten, dass Blätter und Blüten keinen Schaden nehmen, verbessert die kindliche Feinmotorik. Unkomplizierte Pflanzen sind Ringelblumen. Aber auch Borretsch mit seinem duftigen Gurkenarmoma ist eine gute Kinderpflanze.

Vorsicht Giftpflanzen!

Auch das Thema Giftpflanzen ist wichtig im kinderfreundlichen Garten. Die Eibe beispielsweise ist hochgradig gefährlich: Schon der Verzehr weniger Nadeln löst schlimmste Vergiftungen aus. Viele Eltern wollen daher alle Giftpflanzen aus dem Garten verbannen. Maiglöckchen sind in Kindertagesstätten verboten und auch der Fingerhut ist gefährlich. Allerdings sind, je nach Verzehrmenge, fast alle Pflanzen bis zu einem gewissen Grad giftig, betont Landschaftsgärtnerin Jenny Humrich, und empfiehlt den offenen Austausch mit den Kindern.

Bewegung muss sein

Kinder wollen sich im Garten bewegen können. Momentan sind so genannte Slacklines angesagt, hier können die Kinder austesten, wie gut ihr Gleichgewichtssinn ausgebildet ist. Toll sind aber auch Schaukeln oder Ringe. Allerdings müssen die Bäume dafür gut ausgewählt sein: 40 Zentimeter Durchmesser sollte ein Slackline-Baum mindestens haben. Und noch etwas: Am besten den Balanciergurt erst im Sommer anbringen, wenn der Baum schon weniger im Saft steht, sonst kann er bleibenden Schaden nehmen.

Schwimmteich und Feuerstelle

Schwimmteiche ziehen Kinder magisch an. Doch Vorsicht! Bei Kleinkindern reichen schon wenige Zentimeter Wassertiefe zum Ertrinken aus. Was viele Eltern nicht wissen: Kleine Kinder sinken im Wasser wie ein Stein zu Boden, ohne zu strampeln oder zu schreien.

Abenteuerlich für Kinder sind Feuerstellen im Garten. Meist reicht eine Mulde im Erdreich aus, von Steinen begrenzt. Sicherer ist eine Feuerstelle aus Metall. Über ihr kann man grillen oder Stockbrot backen. Dabei sollte stets ein Wassereimer greifbar sein: Um sofort löschen zu können, wenn doch einmal das Feuer außer Kontrolle gerät. Und um den Kindern vor Augen zu führen, dass sie es auch im heimischen Garten mit einem gefährlichen Element zu tun haben.


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