Bayerisches Fernsehen - Unkraut

Die Bärige Sach' Überleben im Alpennationalpark

Ranger des Nationalparks Berchtesgaden bieten in den Wintermonaten Führungen durch die Wildnis an: aktive Umweltbildung als Beitrag zum Erhalt der Arten. A Bärige Sach‘!

Autor: Bettina Dietrich Stand: 30.01.2012
Führung durch den Nationalpark Berchtesgaden im Winter | Bild: BR

Der Nationalpark Berchtesgaden im Januar - ein Wintermärchen. Die Natur jedoch ist rau und unwirtlich. Für die Tiere hier ist die kalte Jahreszeit ein Kampf ums Überleben. Der Schnee liegt oft bis weit ins Frühjahr.

Führung durch den Nationalpark im Winter

Die Nationalpark-Ranger kennen die Überwinterungsstrategien der Wildtiere in den Berchtesgadener Alpen. Und sie geben ihr Wissen gerne weiter. Den ganzen Winter über gewähren sie Einblicke in eine faszinierende Welt: Schulklassen und Wandergruppen dürfen mit den Rangern ins Gelände.

Auf den Spuren der Wildtiere

Viel zu entdecken gibt es bei den Führungen durch den Nationalpark Berchtesgaden

Auf den Führungen wollen die Ranger den Blick für die Spuren der Wildtiere schärfen - denn sie verraten viel über die Überlebenskünstler in der Wildnis.
Ranger Klaus Melde entdeckt abgenagte Fichtenzapfen im Schnee: Hier war ein Eichhörnchen am Werk. Es hält keinen Winterschlaf, nur Winterruhe. Alle paar Wochen wacht es auf, um zu fressen.

Mitten durch den glitzernden Schnee führt eine kerzengerade Spur - ein Abdruck direkt hinter dem anderen. Das ist typisch für den Fuchs. Alle Tiere senken ihren Energiehaushalt, auch die, die keinen Winterschlaf halten. Das Rotwild steigt auf Nahrungssuche aus den Höhenlagen in die Täler herab. Die Tiere bewegen sich langsam, um ihre Fettreserven zu sparen.

Aktive Umweltbildung: ein Beitrag zum Erhalt der Arten

Darf nicht gestört werden: Hirsch im Nationalpark Berchtesgaden

Wildtiere im Winter dürfen nicht gestört werden - das lernen die Besucher ganz beiläufig, ohne erhobenen Zeigefinger. Wer Wildtiere in ihrem Lebensraum im Winter stört, gefährdet ihr Überleben. Denn sie flüchten und verbrauchen dabei zu viel Energie. Das kann für sie tödlich enden.

Die Ranger des Nationalparks bieten die aktive Umweltbildung mehrmals wöchentlich an. Die Führungen sind übrigens kostenlos - und: Als Gruppe kann man sich jederzeit anmelden. Die Umweltschützer verstehen ihre Arbeit als einen Beitrag zum Erhalt der einmaligen Artenvielfalt in den Alpen.

Umweltbildung, die Spaß macht und zum Erhalt der einmaligen Artenvielfalt beträgt - UNKRAUT findet: A Bärige Sach'.

Weitere Informationen

Nationalpark Berchtesgaden
Doktorberg 6
83471 Berchtesgaden
Tel.: 08652 / 9686-0
Fax: 08652 / 9686.40