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Winterpilze Schmankerl bei Eis und Schnee

Herbstzeit ist Schwammerlzeit? Nicht nur! Pilze gibt es rund ums Jahr, sogar im Winter. Manche von ihnen trotzen sogar Minusgraden, weil sie ein natürliches Frostschutzmittel enthalten. Wen die Sammelwut auch bei klirrender Kälte nicht loslässt, für den heißt es: Winterpilze suchen! Und mit etwas Geduld gibt es selbst im Februar noch ein handverlesenes Schwammerlsüppchen.

Von: Doris Fenske Stand: 15.10.2012
Austernpilze am Baumstamm | Bild: BR

Winterpilze wachsen an den Stämmen von Laubbäumen. Am besten sucht man sie an abgestorbenen Baumstämmen und -stümpfen. Sie sind oft wohlschmeckend und besonders gesund. Die Kälte schadet ihnen nicht, weil sie bestimmte Eiweiße enthalten, die wie ein Frostschutzmittel wirken. Manche Pilze brauchen den Frost sogar, um Fruchtkörper bilden zu können.

Wie eine Muschelbank: der Austernseitling

Austernseitling

Der Austernseitling ist der ergiebigste Winterpilz, man findet ihn zwischen November und Januar. Seitling heißt er, weil sein Stiel nicht in der Mitte des Schirms ist, sondern seitlich. Austernseitlinge wachsen dachziegelartig übereinander und münden in einen gemeinsamen Stielansatz. Daher auch der Name "Auster": Die Pilzformationen erinnern stark an Muschelbänke.

Austernpilze sind reich an Vitaminen und Folsäure, außerdem senken sie den Cholesterinspiegel. Ihre Hüte werden bis zu 20 Zentimeter groß. In gezüchteter Form kann man sie auch im Gemüseladen kaufen.

Unten samtig, oben glitschig: der Samtfußrübling

Samtfußrübling

Ein anderer Klassiker unter den Winterpilzen ist der wohlschmeckende Samtfußrübling. Besonders an Weidenstämmen ist er von September bis April zu finden. Sein Stiel ist dunkel und samtig, sein Hut honiggelb, glitschig und zwei bis zehn Zentimeter groß. Der Samtfußrübling wirkt blutdrucksenkend.

Heilsam: Tee aus Winterpilzen

Birkenporling

Andere Winterpilze, wie der Birkenporling, eignen sich nicht zum Verzehr. Man kann aus ihnen aber Tees zubereiten. Manchen Winterpilzen sagt man eine entzündungshemmende Wirkung nach. Schon Ötzi hatte einen Birkenporling bei sich - wahrscheinlich gegen Magenschmerzen. Und noch einen Vorteil haben die kälteresistenten Schwammerl: Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit Giftpilzen.


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