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Öko-Urlaub für Aktive Donau-Radeln im Weltnaturerbe

Der Donauradweg von der bayerischen Seite in Passau bis in das Weingebiet der Wachau ist ein Erlebnis für alle Sinne. Beeindruckende Natur- und Kulturschätze lassen sich am Weg entdecken, und auch kulinarisch ist Großes geboten.

Von: Bettina Dietrich Stand: 31.08.2012
Schlögener Schlinge der Donau | Bild: BR

Ferienzeit auf dem Donauradweg: Zugegeben, ein Geheimtipp sieht anders aus. Wer sich bei Passau auf das Fahrrad schwingt, wähnt sich eher auf einer Pilgerfahrt als auf einer Fahrradtour. Doch schon ein paar Kilometer weiter stromabwärts entzerrt sich der Touristenandrang und die Natur zeigt sich von ihrer prächtigsten Seite.

Radeln auf dem Donauradweg

Für die passionierten Radler Erich und Renate Aberl aus Oberösterreich beginnt hier immer wieder auf das Neue eine Entdeckungstour. Die Strecke bis nach Linz führt durch das Obere Donautal. Hier ist die Natur noch felsig und wild - und besonders malerisch.

Entdeckungstour abseits der Pfade

Wer die ausgetretenen Pfade verlassen will, findet auf dieser Etappe reichlich Gelegenheit. Manche Schönheit der Natur gibt sich nur dem preis, der den Hauptweg verlässt und sich auf die Anhöhe hinaufwagt. Der Anstieg ist streckenweise steil, doch die Schlögener Schlinge am Ende ist die Anstrengung in jedem Fall wert. Von oben eröffnet sich der Blick auf ein beeindruckendes Naturwunder.
Und: Verhungern muss auf der Strecke niemand. Zahlreiche Jausenstationen unter schattigen Bäumen entlang des Stromes sorgen für kulinarische Abwechslung.

Kultur und Kulinarik - der perfekte Mix

Gegen Abend verlassen die Aberls das Obere Donautal und erreichen Linz: Die ehemalige Industriestadt mausert sich zur modernen Kulturmetropole.

Rundgang in Linz, durch Kirchtürme hindurch

Der Donauradweg führt direkt ins Zentrum an zahlreichen Museen wie dem "Ars Electronica Center" vorbei. Das Highlight im Sommer: das Festival "Sinnesrausch" im Oberösterreich-Kulturquartier in der Innenstadt. Eine Installation für die Sinne: Ein spektakulärer Rundgang führt über die Dächer der Stadt, durch Kirchtürme hindurch mit Blick über ganz Linz. Mit einem Bad im abendlichen Lichtermeer lassen die Aberls den ersten Tag ausklingen.
Wie abwechslungsreich die Natur ist, zeigt der nächste Etappentag. Die Strecke führt von Linz bis nach Grein, einem barocken Fischerstädtchen, und vorbei an dem Nibelungen- und Strudengau - einem Abschnitt der Donau, der früher bei den Flößern wegen seiner Stromschnellen gefürchtet war.

Die Wachau - radeln auf den Spuren der Römer

Ein Erlebnis: Radeln durch die Weinreben

Die Wachau ist der letzte Abschnitt der Reise. Hier wird es spürbar wärmer. Es herrscht ein mildes Klima - ideal für den Weinanbau. Das Anbaugebiet an der Donau ist klein, aber fein. Mitten durch die Weinreben wird der Donauradweg hier zum ökologisch-sinnlichen Erlebnis.

Kurz vor Krems führt der Donauradweg nach Mautern, einem typischen Weinort der Wachau. Das Ziel der Aberls: der Nikolaihof, ein altes Weingut, das zum Teil noch aus der Römerzeit erhalten ist. Hier werden die Aberls auch die Nacht verbringen.
Die Römer haben nicht nur Weinreben in die Wachau gebracht. Sie haben auch viele Weinkeller gebaut. Christine Saahs führt die Besucher zur Verkostung in den Weinkeller aus der Römerzeit. Der Familienbetrieb stellt nur Bioweine her mit dem Gütesiegel des Demeterverbandes.

Kulinarischer Genuss unter der Linde

Im Hof unter der Linde können die Gäste die regionale Gastronomie genießen. Für die Aberls endet hier der letzte Etappentag ihrer ganz individuellen Fahrradtour über einen der bekanntesten Radwege Europas. Für Erich und Renate Aberl gibt es immer etwas Neues zu entdecken entlang der Strecke. Dabei sind es oft die Kleinigkeiten, an denen man sonst vorbeifährt, die sich mit dem Fahrrad entdecken lassen. Der Donauradweg  von der bayerischen Seite in Passau bis in das Weingebiet der Wachau - ein Erlebnis für alle Sinne, bei dem man viele Schätze der Natur immer wieder neu entdecken kann.


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