Ein Fenster mit Alpenblick.
Traumhäuser Ein Haus für drei Brüder
Eine gemeinsame Firma in Form eines Riegels unten und oben drauf drei Reihenhäuser. Das ist nicht Legoland, sondern das ungewöhnliche Bauprojekt von drei Brüdern aus Allach.
Drei Brüder bauen drei Häuser. Soweit noch nichts Besonderes. Aber drei Brüder, die Wand an Wand drei Häuser bauen? Und dann auch noch auf ihre gemeinsame Firma obendrauf? Was klingt wie aus "Legoland" wurde bei den Brüdern Mühl Realität.
Familienstammsitz
Anfang des 20. Jahrhunderts baute Urgroßvater Mühl in der landwirtschaftlich geprägten Gegend in Allach nahe München einen typischen Dreiseithof mit Bauernhaus und Stadeln. Mittlerweile lebt die Familie in der 4. Generation auf dem großzügigen Areal und die drei Brüder Leonhardt, Maximilian und Florian, die seit über zehn Jahren gemeinsam eine IT-Beratungsfirma betreiben, setzen die Mühl-Tradition fort. Sie wünschten sich ein Haus, in dem sie nicht nur gemeinsam wohnen, sondern auch arbeiten können.
Vom Dreiseithof zum Reihenhaus
Um Platz für das ungewöhnliche Bauprojekt zu schaffen, wurde das dritte Gebäude des ehemaligen Dreiseithofes abgerissen. Die Münchner Architekten Anne Niemann und Christian Winter (M8 Architekten) planten ein Gebäude mit großem Büro als Sockel und drei Reihenhäusern unter einem Dach darüber.
Die Wohneinheiten sind exakt baugleich und auf jeweils drei Ebenen unterteilt. Im ersten Stock befindet sich ein 44 Quadratmeter großer Koch-, Ess- und Wohnbereich. Im Stockwerk darüber haben die Architekten für jede Einheit drei Zimmer und ein Bad eingeplant, das Dachgeschoss ist als Schlafgalerie gedacht. Jede Einheit wird über eine Treppe direkt vom Hof aus erschlossen und hat damit einen eigenen, separaten Zugang.
"Die vertikale Unterteilung hat mehr Gerechtigkeit bei der Aufteilung des Wohnraums ermöglicht. Jetzt muss nicht Einer nur im ersten Stock wohnen, während die Anderen es sich weiter oben bequem machen, wo es ruhiger und heller ist."
Leonhardt Mühl
Ein Dorf im Dorf
Es ist die Mischung aus Privatheit und Nähe, die den Charme des Mühl'schen Anwesens ausmacht. "Man kann sich auch aus dem Weg gehen, jeder hat ja seine eigene abgeschlossene Einheit", sagt Vater Mühl, "es wird eigentlich nie zu eng." Um den Hof als Zentrum des Familienlebens aufzuwerten, planen die Mühls, die vorher komplett geteerte Fläche zu begrünen und wohnlicher zu machen - mit den drei neuen Häusern ist ein kleines Dorf im Dorf entstanden.

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