Das Haus liegt mitten in einem Neubaugebiet ...
Traumhäuser Ein Einfamilienhaus in schwarzer Hülle
Der Charme dieses Projekts lag darin, dass es für alle Beteiligten "das erste Mal" war. Sowohl Bauherren als auch Architekten waren Neulinge, was den Hausbau betrifft. Völlig frisch und unverbraucht packten sie die Sache an.
Daten:
Standort: bei Würzburg
Bauart: Wohnhaus mit Garage und Einliegerwohnung in einem eigenen Baukörper
Baubeginn: März 2005
Fertigstellung: Frühjahr 2006
Dass die stolzen Bauherren noch blutige "Hausbaunovizen" sind, mag ja noch relativ normal sein, denn wer hat schon die Chance, sich mehrmals im Leben ein Haus nach eigenen Wünschen selbst bauen zu können. Wenn aber auch der Architekt noch ganz frisch und unverbraucht und voller Begeisterung an die Sache herangeht und selbst der Bauunternehmer vorher noch nie ein Haus ganz allein gebaut hat, wird es spannend.
Kontinuum von Form und Farbe
Die Ansprüche der vier an ihr erstes Projekt waren so groß wie ihr Engagement. Das Haus sollte eine schlüssige individuelle Ästhetik verkörpern ohne exzentrisch zu wirken. So griff der Entwurf den üblichen Satteldachtypus auf und wandelte ihn ab: Der Architekt Christian Schulz versteht Fassaden und Dach als Einheit, als Kontinuum in Form und Farbe. Daher verzichtete er etwa auf Dachüberstände und strebte eine flächenbündige Behandlung sämtlicher Außenoberflächen an.
Reduziert und schlicht
Im Material abgesetzt wurde der eingeschossige Trakt mit einer Einliegerwohnung, der zunächst als Büro genutzt werden soll. Er ist mit horizontal platzierten Lärchenplatten verkleidet, was den Wänden einen ganz eigenen Charakter verleiht. Für den Korpus des "Haupthauses" hingegen verwendete der Architekt Faserzementtafeln. Sein Ziel war es, eine äußerst reduzierte schlichte Baukörperplastik zu schaffen, die sich neben der angrenzenden offenen Landschaft behauptet ohne dominant zu wirken und sich gleichzeitig von der sehr heterogenen umgebenden Bebauung absetzt.
Die Bauherren werden aktiv
Das Bauherrenpaar beteiligte sich aktiv an der Gestaltung und Entstehung des Hauses. Was im Budget für gestalterische Extravaganzen fehlt, glich der Bauherr durch Eigenarbeit aus. So war die aufwendige Verkleidung aus Faserzement nur dadurch zu realisieren gewesen, dass der Schlossermeister hier selbst Hand anlegte. Auch bei der Innengestaltung, die der Architekt mit Liebe für Details und ohne die Gesamtästhetik des Hauses aus den Augen zu verlieren, geplant hat, sind die Bauherren aktiv beteiligt gewesen.

Wetter

