Nach dem Rücktritt Wohin steuert die katholische Kirche?
Nachdem Papst Benedikt XVI. für Ende Februar seinen Rücktritt angekündigt hat, sprießen die Mutmaßungen über mögliche Nachfolger. Die Weltkirche ist vielfältig, die Probleme sind auf jedem Kontinent andere.
Während die Kirche in Europa mit Priestermangel zu kämpfen hat, die Zahl der Gläubigen zurückgeht und die Missbrauchsskandale ihre Spuren hinterlassen haben, wächst die Kirche in Asien. Den Lebensumständen in Südamerika hat sich Papst Benedikt XVI. während seiner Reise nach Brasilien 2007 gewidmet.
"In Lateinamerika verliert die katholische Kirche jährlich Millionen Anhänger, die zu diesen neuen Bewegungen und Sekten übergehen, weil viele Gläubige, die nicht mehr ihr Heim in den Basisgruppen haben, finden jetzt Wärme und persönliche Kommunikation in diesen neuen evangelikalen Bewegungen."
Marco Politi, Vatikanjournalist
Literaturtipp:
Marco Politi: Benedikt. Krise eines Pontifikats ISBN 3-86789-171-0
Nach Afrika reiste Benedikt im Jahr 2009
Den Kontinent nannte er den "Kontinent der Hoffnung". Dennoch sind die Probleme in manchen Staaten groß: Hunger und Umweltkatastrophen, Korruption, wachsender Islamismus – neben Hoffnungszeichen sind dies die Herausforderungen der Gegenwart. Die Zukunft der katholischen Kirche ist schließlich in den Staaten des arabischen Frühlings so ungewiss wie überall. Ist der Vatikan für diese Herausforderungen gerüstet?

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