Bayerisches Fernsehen - Schwaben weissblau, hurra und helau

Das große Faschings A-Z

Das große Faschings A-Z

Stand: 12.01.2012
Illustration: Maske und Buchstaben A - Z | Bild: colourbox.com, BR; Montage: BR

A wie Allgäu

Der Stolz vieler Künstler und Mitwirkender. Einige tragen ihre Heimatverbundenheit sogar im Namen, vergleiche "Die AllGeier" oder die "Allgäu-Schwaben Garde".

Allgeier

…heißt die Band, die jedes Jahr aufs Neue mit ihrer Hymne "Schwaben weißblau, hurra und helau" dem Publikum kräftig einheizt.

Applaus

Darf natürlich nie fehlen und bringt einen erst so richtig in Stimmung!

B wie Büttenrede

Die Büttenrede wird von einem sogenannten Büttenredner, der meist als Till Eulenspiegel verkleidet ist, auswendig vorgetragen. Sie geht auf das "mittelalterliche Rügerecht" zurück, bei dem auch einfache Bürger zur Fastnachtszeit die Obrigkeiten kritisieren durften.

Bayerisch-Schwäbisch

"Schwaben weissblau" ist DAS Faschingsevent im bayerisch-schwäbischen Raum.

Bayerischer Rundfunk

… produziert "Schwaben weissblau - hurra und helau" bereits das neunte Jahr! Über 80 Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks machen sich alljährlich in der Faschingssaison auf nach Memmingen. Eine Woche wird dort dekoriert, geprobt und schließlich aufgezeichnet. Selbstverständlich, dass auch das Team sich dort verkleidet.

BSF

Der Bayerisch-Schwäbische Fastnachtverband unterstützt den BR seit der ersten Stunde und feierte unter dem Verbandspräsident Eugen Müller letztes Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Unserem Faschings-Lexikon stand er ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite. Wir sagen: "Herzlichen Dank"!

C wie Comedy

... wird bei uns groß geschrieben! Ohne Comedy geht's in Memmingen gar nicht! Hier geht's zu den besten Witzen unserer Mitwirkenden.

D wie Dialekt

Ein besonderes Merkmal der bayerisch-schwäbischen Prunksitzung! Hier wird noch richtig schwäbisch bzw. allgäuerisch gesprochen!

Dekoration

Schon eine Woche vor der Aufzeichnung reist das Ausstattungs-Team des BRs an und verwandelt die Memminger Stadthalle in ein kunterbuntes Narrenparadies.

E wie Elferrat

… unterstützt unseren Sitzungspräsidenten Georg Ried während der Sendung, damit auch alles glatt läuft.

Eugen Müller, Präsident des Bayerisch-Schwäbischen-Fastnachtsverbands, weiß, woher der Brauch des Elferrats kommt:

Der Elferrat mit Sitzungspräsident Georg Ried

"Die Zahl Elf ist immer schon die symbolische Zahl der Narren im Mittelalter gewesen. Sie ist die letzte Zahl vor Zwölf, also die letzte Stunde. Die Narren haben sich die Zahl Elf auserkoren, weil sie gesagt haben:"Wir sind die Ungläubigen, wir glauben nicht an Gott, wir haben uns nicht die 10 Gebote, sondern die elf auserkoren." Zusätzlich gibt es auch folgende Erklärung aus der Französischen Revolution: Als unter Napoleon die Franzosen ins Rheinland marschiert sind, hatten sie Jakobinermützen auf, wie sie heute auch symbolisch der Elferrat trägt. Diese sind ein Zeichen für die Schlagworte der Französischen Revolution "égalite, liberté, fraternité". Und die ersten Buchstaben dieser drei Schlagworte ergeben zudem auch genau wieder die Zahl "Elf". Außerdem ist die Elf eine symbolische Zahl, wenn man die kleine Fastenzeit zugrunde legt. Früher war das Weihnachtsfest nicht der 25. Dezember, sondern der Dreikönigstag, und wenn man 40 Tage Fastenzeit zurück rechnet (zur kleinen Fastenzeit sind nicht die Samstage und Sonntage dazugerechnet worden), dann kommt man vom Dreikönigstag, genau auf den 11.11., an dem die Martinsgans geschlachtet und das Fettgebäck gebacken wurde.

Was sind die Aufgaben des Elferrats?
"Der Elfer-Rat hat die Vorstandschaft und die Aufgabe, das Ganze zu planen und zu organisieren, damit alle Veranstaltungen mit den vielen Aktiven gut verlaufen und den Leuten Freude und Frohsinn vermittelt wird.", so Eugen Müller.

Wie wird man Mitglied des Elferrats?
"Es gehört ein gewisses Engagement, Begeisterung und auch ein Freizeitverzicht dazu. Denn es steckt viel Arbeit dahinter. Aber es ist schön, wenn man den Erfolg sieht. Und gerade die Fernsehsendung "Schwaben weissblau" ist für uns doch etwas besonderes, weil sie zeigt, dass sich unser Engagement im Verband Bayerisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine mit derzeit 116 Faschingsvereinen und Narrenzünften gelohnt hat."

F wie Fasching

Zwei Begriffe, selbe Bedeutung: Verkleiden, Feiern und jede Menge Spaß! Aber woher kommt's? Unser Experte erklärt es ...

Eugen Müller, Präsident des Bayerisch-Schwäbischen-Fastnachtsverbands, erklärt, woher der Begriff "Fastnacht" eigentlich kommt:

"Viele feiern Fastnacht-Fasching und wissen gar nicht woher es kommt. Man sollte wissen, dass es im Mittelalter nur die Fastnacht gab. Das war die Nacht vor der Fastenzeit, vor dem Aschermittwoch, ab dem die 40-tägige Fast- und Abstinenzzeit begonnen hat. In dieser Fastnacht, also am heutigen Fastnacht-Dienstag, hat man getanzt, gesungen, gefressen und gesoffen. Als den Menschen diese eine Fastnacht zuwenig wurde, da hat man gesagt, wir fangen schon an am gumpigen (= verrückt, es wird getanzt und geschwungen) Donnerstag an und feiern über den rußigen Freitag, den schmotzigen Samstag, den Küchle-Sonntag, den Rosenmontag (= rasen, der rasige Montag) bis zum Fastnachtsdienstag. Das waren die sechs fetten Fastnachtstage, wo - weil am Aschermittwoch nichts mehr Fettes gegessen werden durfte - die Schweine geschlachtet wurden. Daher kommen auch die Fastnachtskrapfen und -küchele."

Die fünfte Jahreszeit

Da spielt so manch einer verrückt! Aber das ist gerade das Schöne daran - es ist nämlich erlaubt!

G wie Gardetanz

… bringt Schwung in die Stadthalle! Mit tollen Hebefiguren und Choreographien begeistern die unterschiedlichen Gruppem immer wieder aufs Neue! Diese Jahr mit dabei: Die Allgäu Schwaben Garde, die Hollaria Augsburg und die Tanzhexen Neresheim.

Georg Ried

… als unser Sitzungspräsident begleitet er die Zuschauer souverän mit dem einen oder anderen Witz durchs Programm.

Gesang

Hiermit arbeiten viele unserer Künstler! Frecher Wortwitz gepaart mit einfachen Melodien lädt oft zum Mitsingen ein.

Guggamusik

Coole Musik - aber irgendwie schräg. Die "Breitenbrunner Dorfbachfurzer", die für die Guggamusik bei "Schwaben weissblau" 2012 zuständig sind, erklären als wahre Experten, was eine echte Guggamusik ausmacht.

H wie Hästräger

Das "Häs" bezeichnet im Umfeld der schwäbisch-alemannischen Fasnet das Narrenkostüm, das meistens aus einer holzgeschnitzten Gesichtsmaske und dem vollständig handgearbeiteten Narrenkleid besteht.

Der Schatzjäger von Waldegg

Das Häs des Riederweibles

"Jedes Häs hat seine bestimmte Sage oder Legende. Zum Beispiel gibt es bei uns in Legau die Schatzräuber vom Waldegg. Die Sage besagt, dass der Schatzräuber einen Schatz gesucht und gefunden hat. Als er ihn gefunden hatte, saß ein riesengroßer schwarzer Vogel - den zum Beispiel mein Häs darstellt - auf der Kiste. Der Vogel ist vom Himmel herunter gestürzt und mit der Kiste in der Erde versunken. Der Schatzräuber ist so erschrocken, dass er Tage oder Monate gelähmt war und nicht mehr sprechen konnte. Und das sieht man auch auf der Maske des Schatzräubers - die Hälfte des Gesichtes hängt gelähmt herunter."

Das Riederweible
"Das Riederweible war eine bekannte Frau von 1705, die damals Kräuter gesammelt hat. Sie hat daraus Salben und Öle gemacht und damit Kranke besucht und versucht ihnen Heilung und Linderung zu verschaffen. Einmal muss sie gepfuscht haben oder die Wirkung ist ausgeblieben, da drohte man ihr, dass man sie ins Zuchthaus wirft und sie eine hohe Geldstrafe bezahlen muss, wenn sie noch mal so was macht. Dieses 'Riederweible' stellt unser Häs dar."

"Heiße" Proben

… sind sowohl für den Künstler als auch für Regie, Kamera und Redaktion sehr wichtig. "Heiß" bedeutet an dieser Stelle, dass nicht nur der Künstler seinen Auftritt probt, sondern auch die Kameraleute ihre Einstellungen. Damit für die Aufzeichnung alles rund läuft, wird vorher noch einmal alles ganz genau durchgeprobt.

Humor

… müssen nicht nur unsere Künstler haben. Auch die geladenen Politiker müssen einstecken können.

Hymne

… seit der ersten Stunde: "Schwaben weissblau, hurra und helau" - unvergleichbar gespielt von den Allgeiern.

I wie Idee

Die Idee für die bayerisch-schwäbische Prunksitzung entwickelte der Bayerische Rundfunk in Zusammenarbeit mit dem Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverband. 2012 feiert die Sendung ihr 9-jähriges Bestehen.

J wie Jubel, Trubel, Heiterkeit

In ausgelassener Stimmung feiert die ganze Stadthalle in Memmingen gemeinsam mit etwa 750.000 Zuschauern daheim an den Fernsehgeräten den bayerisch-schwäbischen Fasching!

K wie Kabarettisten

Wolfgang Krebs als Edmund Stoiber

… wie zum Beispiel Ministerpräsidenten-Imitator Wolfgang Krebs. Seither hat er sein Portfolio um die Ministerpräsidenten Günter Beckstein und Horst Seehofer erweitert. Auch der Allgäuer Schauspieler und Kabarettist Maxi Schafroth hstte seinen ersten Fernsehauftritt bei "Schwaben weißblau".

Kostüme

… gibt's bei uns satt. Von der schönen Meerjungfrau bis hin zum wilden Raubtier - nichts, was es nicht gibt!

Kameras

… sind insgesamt neun im Einsatz! Diese bringen nicht nur unsere Interpreten auf der Bühne ins rechte Licht, sondern fangen auch den einen oder anderen Hingucker im Publikum ein.

L wie Lachen

… ist gesund und gehört definitiv zu "Schwaben weissblau".

M wie Memmingen

Im Herzen Schwabens produziert der Bayerische Rundfunk hier die Faschingssendung "Schwaben weißblau" seit nunmehr neun Jahren.

Der Oberbürgermeister von Memmingen, Dr. Ivo Holzinger, freut sich jedes Jahr, den BR in seiner Stadt begrüßen zu dürfen:

Links: Oberbürgermeister Ivo Holzinger

" 'Schwaben weissblau' ist nicht nur für die Stadt Memmingen - die sehr glücklich ist, mitten im Faschingszentrum in Schwaben zu liegen - sondern auch für die ganze Region, eines der wichtigsten Feste im Jahr. Unsere Region ist von der alemannischen Fastnacht bis zum Fasching eine Region, die viel bieten kann. Und damit liegen wir mitten drin und vereinen das Alemannische mit dem Bayerischen und das ist prima. Der Bayerische Rundfunk hat dies toll erkannt, dafür: Herzlichen Dank! Das ist eine spitzen Sache."

Maske

Das Team aus der Maske hat in der Faschingszeit viel zu schaffen. Bunte Gesichter, glitzerndes Tanz-Make-up … Jeder Wunsch wird hier erfüllt!

N wie Narren

… findet man in Memmingen zuhauf!

O wie Orden

... sind ein festes Element in der Narrenzeit. Sie werden zur Ehrung oder Belohnung für besonderes Engagement meist zu Prunksitzungen vergeben. Auch für alle BR-Mitarbeiter gibt es vom Elferrat des BSF nach der erfolgreichen Sendung einen besonderen "Schwaben-weissblau" -Orden.

P wie Politiker

… werden bei "Schwaben weissblau" regelmäßig auf die Schippe genommen. Doch in der Faschingszeit ist das schließlich auch erlaubt!

Prunksitzungen

… lassen mit Wort- und Gesangsbeiträgen lokale, regionale und globale Ereignisse des vergangenen Jahres satirisch Revue passieren.

Q wie Quasselstrippen

… sind viele unserer Künstler. Munter sprudeln kunterbunte Geschichten aus Ihnen heraus. Lachen garantiert!

R wie Regionale Künstler

… zeichnen "Schwaben weissblau" aus. Von Schwaben für Schwaben!

S wie Schwaben weissblau - hurra und helau

Eugen Müller, Präsident des Bayerisch-Schwäbischen-Fastnachtsverbands, weiß, woher der Narrenruf und Name der Sendung kommt: " 'Schwaben weissblau' heißt es deswegen, weil wir hier die Schwaben in Bayern sind und 'hurra und helau' sind Ausdrücke der Freude und des Humors. Ich hätte nicht gedacht, dass nun nach acht Jahren sich das so eingebürgert hat, dass wir bundesweit mit dem Narrenruf bekannt sind."

T wie Termin

Der Bayerische Rundfunk zeigt die dreistündige Prunksitzung am Freitag, 03. Februar 2012, 19.45 Uhr.

U wie Unterhaltung

… findet durch unser buntes Programm wirklich jeder!

V wie Vielfältiges Programm

In drei Stunden "Schwaben weissblau - hurra und helau" ist von Gesang, über Tanz, bis hin zur Büttenrede alles geboten.

W wie Witze

… gehören zu Memmingen einfach dazu! Auch wenn sie manchmal auf Kosten anderer gehen!

Z wie Zuschauer

Ohne das feiernde Narrenvolk wäre "Schwaben weissblau" nur halb so bunt!