Flucht aus der Heimat Syrische Familien in München
Endlich in Sicherheit? Viele syrische Flüchtlinge saßen schon mal im Gefängnis. Wegen der Gewalt in ihrer Heimat werden sie seit April 2011 in Deutschland geduldet - aber nur, wenn sie den direkten Fluchtweg gewählt haben.
Die politische Situation in Syrien spitzt sich weiter zu. Viele, die bei den dortigen Demonstrationen verhaftet wurden, kennen die Foltermethoden des Geheimdienstes von Machthaber Bashar al- Assad. Seit April vergangenen Jahres werden syrische Flüchtlinge in Deutschland geduldet - vorausgesetzt, sie haben den direkten Fluchtweg gewählt. Diejenigen, die zum Beispiel über Ungarn geflüchtet sind, können in das südosteuropäische Land abgeschoben werden - und von dort aus sogar zurück nach Syrien. Das jedenfalls befürchtet der bayerische Flüchtlingsrat und hat jetzt eine Petition im Deutschen Bundestag eingereicht.
Nach der Demo verhaftet
Bei einem Besuch in einer Gemeinschaftsunterkunft der Regierung von Oberbayern erzählen syrische Flüchtlinge, was sie in ihrer Heimat erlebt haben. Hewa ist mit ihren 4 Kindern geflohen. Sie hatte in Syrien an einer Demonstration teilgenommen und wurde deshalb verhaftet. Zum Schutz ihrer Familie zu Hause möchte sie unerkannt bleiben.
Sie ist ohne ihren Ehemann geflohen. Der will später nachkommen. Doch seit Wochen hat sie keine Nachricht von ihrer Familie. Ihr einziger Kontakt zur Heimat ist das Fernsehen. Telefonate seien zu riskant, sagt sie. Wenn ihr die Decke auf den Kopf fällt, geht sie zur Unterkunfts-Leiterin. Allgemeiner Treffpunkt aber ist das Treppenhaus. Betreut werden die Flüchtlinge von Mitarbeitern der Inneren Mission und vielen Ehrenamtlichen.

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