Beim Design der Kufen...
Schlitten nach Maß Der Rodelbauer Werner Friedl
Rodeln ist "in" - denn bei nicht optimaler Schneelage ist er eine familientaugliche Alternative zum Skifahren. Einen guten Rodel bekommt man bei einem der wenigen bayerischen Rodelbauer - wie bei Werner Friedl aus Burggen.
Einen Rodel zu bauen ist schwieriger als man denkt. Das musste auch Werner Friedl feststellen.
Was spricht für's Rodeln?
Kann man sich erst einmal Besitzer eines Rodels nennen, ist der Sport relativ günstig, spart man sich doch die teuren Skilift-Karten. Nicht zuletzt kann das Vergnügen auch gesund sein, schließlich bewegt man sich in der freien Natur und zieht seinen Rodel selbst den Berg hinauf.
Der 54-jährige Schreinermeister und Berufsschullehrer aus Burggen im Landkreis Weilheim-Schongau ist seit 2003 von Rodel-Virus befallen. Bis dahin war er leidenschaftlicher Skitourengeher, jetzt ist er in jeder freien Minute auf seiner Hausstrecke am Tegelberg unterwegs. Nach reichlich Anlaufschwierigkeiten baut er einzigartige Sportrodel, die im Auerbergland eine stetig wachsende Fangemeinde haben. Tatkräftige Hilfe bekommt er von seiner Frau Marlene und seinem Sohn Max, die ihn bei seinem Hobby unterstützen.
"Zwei dunkle Holzstreifen leime ich nur rein, dass der Rodel ein edleres Aussehen bekommt. Viele Leute sagen, unsere Rodel schauen aus wie Möbel und da bin ich sehr stolz drauf."
Werner Friedl
Der Rodelvirus geht bei Friedl sogar so weit, dass er es zum bayerischen Meister und EM-Teilnehmer im Naturbahnrodeln gebracht hat.

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