Vorbildhaft Pilotprojekt für mehr Kindergärtner
Gleichberechtigung verstehen viele als Ausgleich der Benachteiligung von Frauen. Beim Thema Kita-Erziehung sind allerdings die Männer "hintendran" - zumindest was ihre Zahl angeht. In Augsburg ist "Mann" da bereits einen Schritt weiter.
Gerade mal 2,7% der Erzieher in Deutschland sind männlich. In Bayern ist der Anteil mit knapp 700 Männern bei 50.000 Frauen noch geringer: das macht 1,3 Prozent. Da mit dem Ausbau der Krippenplätze in den nächsten Jahren 40.000 zusätzliche Stellen besetzt werden müssen, hat die Bundesregierung das Projekt "Mehr Männer in Kitas" gestartet. Mit 13 Millionen Euro fördert das Familienministerium 16 Modellprojekte in ganz Deutschland - in Bayern in Nürnberg und Augsburg.
Link-Tipp
Mehr Informationen zum Projekt "Mehr Männer in Kitas" finden Sie auf der Internetseite des Familienministeriums unter:
Noch viel Überzeugungsarbeit nötig
Im Wald-Kindergarten Fuchsbau in Augsburg arbeitet Tobias Schießer. Er ist einer von nicht einmal 700 Erziehern im Freistaat. Der 30-jährige ist selbst Vater einer kleinen Tochter und möchte mehr Männer für seinen Beruf begeistern. Doch die oft geringe gesellschaftliche Anerkennung des Berufs schreckt viele potentielle Interessenten ab. Ein weiterer Grund ist der Verdienst mit durchschnittlich etwas mehr als 2.000 Euro brutto. Für den Alleinverdiener einer jungen Familie mit Kind kann es da eng werden, aber:
"Es reicht. Es ist nicht besonders gut bezahlt, das ist richtig, aber es ist durchaus so, dass man mit der Bezahlung auch leben kann."
Tobias Schießer, Erzieher

Wetter


