Ein Dinosaurier auf der Suche nach einer musealen Heimat.
Ein Haus für die Natur Pläne für ein neues Naturkundemuseum München
Vor 20 Jahren eröffnete in München das Museum "Mensch und Natur", das auch vielen Kindern die Schätze der Natur spielerisch näherbringen will. Doch es gibt zu wenig Platz für die großen Exponate. Das könnte sich bald ändern.
Seit Jahren schlummern in den Vitrinen und Schubladen der Naturwissenschaftlichen Sammlungen wahre Schätze. Viele davon waren bisher für die Öffentlichkeit nur schwer oder gar nicht zugänglich, wie zum Beispiel große Dinosaurier-Skelette. Zudem müssen im Museum Mensch und Natur die wertvollen Großexponate durch enge Treppenhäuser geschleust werden, weil ein Lastenaufzug fehlt.
Ein neues Naturkundemuseum?
Mit einem attraktiveren, größeren Naturkundemuseum glaubt Museumsdirektor Michael Apel, seinem gesellschaftlichen Auftrag besser gerecht werden zu können: Die zunehmend technik- und computerorientierte Jugend für die Phänomene der Natur zu begeistern. Dazu könnten die Ausstellungsstücke in einem neuen, zentralen Lichthof einen wirkungsvollen Auftritt bekommen. Der Museumsdirektor hofft auch auf wesentliche infrastrukturelle Verbesserungen wie etwa einen Lastenaufzug.
Die Idee ist nicht neu
Der Plan, auf dem Oberwiesenfeld ein großes bayerisches Naturkunde-Museum zu errichten, war zuvor an der Finanzierung gescheitert. Das heutige Museum wurde daher provisorisch in einem Seitenflügel von Schloss Nymphenburg untergebracht. Von Anfang an gab es zu wenig Platz. Jetzt stehen die Chancen gut, dass der Traum, die interessantesten Exponate der staatlichen Naturkunde-Sammlungen unter einem Dach zu vereinen, doch noch Wirklichkeit wird.
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Nachdem die Münchner Universität mit ihren Instituten für Genetik und Mikrobiologie nach Martinsried umgezogen ist, steht ein direkt an das Museum Mensch und Natur angrenzender Gebäudekomplex leer. Nach einem Umbau wäre er wie geschaffen, das alte Museum um mehr als das Doppelte zu erweitern.

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