Bayerisches Fernsehen - Rundschau

Gewittersturm Tote und Verletzte

Erneut haben Unwetter den Süden und Osten Deutschlands heimgesucht. In Sachsen kamen zwei Menschen ums Leben. Das bayerische Oberland erlebte die dritte Sturmnacht in Folge.

Stand: 07.07.2012

In Heidenau bei Dresden wurde ein neunjähriges Mädchen vom Blitz erschlagen. Das Unglück ereignete sich auf dem Gelände eines Schwimmbads. Das Kind hielt sich in unmittelbarer Nähe eines Baumes auf, der vom Blitz getroffen wurde. In Lausnitz nördlich von Dresden stürzte ein Baum auf das Auto eines 23-Jährigen und verletzte ihn tödlich. Der Mann hatte am Straßenrand angehalten, weil er das Unwetter abwarten wollte. Die Rettungskräfte brauchten Stunden, um den schweren Baum von dem Wagen zu heben. Ein weiterer umstürzender Baum verletzte zwei Menschen.

Verletzte im Festzelt

Von Wassermassen gestoppt - Ein Auto bleibt in einer Unterführung in raisting stehen.

Ein schweres Unwetter mit Starkregen, Sturm und Hagel ging auch über dem Landkreis Weilheim-Schongau nieder. Nach einer Feier zur Wiedereröffnung des sanierten Industriedenkmals Radom in Raisting deckten Böen ein Festzelt teilweise ab. Dabei wurde eine Frau schwer verletzt, drei weitere Menschen erlitten leichtere Verletzungen. Die Betroffenen mussten mit Schnitt- und Platzwunden sowie Prellungen ins Krankenhaus gebracht werden. In Schongau gingen mehr als 80 Notrufe bei der Rettungsleitstelle ein. Feuerwehren und THW mussten überflutete Keller leer pumpen und umgestürzte Bäume von den Straßen holen. In Unterführungen stand das Wasser bis zu einem Meter hoch. Autos blieben in den Wassermassen stehen.

Glück im Unglück

Mit leichten Verletzungen und einem gehörigen Schrecken kamen 15 Bergsteiger davon, die am Freitagnachmittag im Berchtesgadener Land von einem Blitz gestreift wurden. Er war in den Isidor-Klettersteig am Grünstein im Gemeindegebiet von Schönau am Königssee eingeschlagen, wo die Gruppe unterwegs war. Einige der Bergsteiger wurden weggeschleudert und erlitten Brandmale an den Händen. Mitglieder der Bergwacht und ein Hüttenwirt brachten die Verletzten ins Tal, wo sie medizinisch versorgt wurden.


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