Tourismus Bayerns berühmte Burgen
Bayerns Schlösser und Burgen begeistern jedes Jahr mehr als 5 Millionen Menschen aus aller Welt. Besonders die Schlösser von König Ludwig II. haben es den Besuchern angetan. Die Bayerische Schlösserverwaltung zieht zufrieden Bilanz.
Da hat König Ludwig II seinem Volk im Nachhinein einen großen Gefallen getan - denn es sind gerade seine Schlösser, die die Touristen immer noch magisch anziehen. Mehr als 5 Millionen Besucher wollten die bayerischen Schlösser und Burgen sehen, ein Plus von 7,4 Prozent. Die Schlösserverwaltung hat im vergangenen Jahr 59 Millionen Euro erwirtschaftet, ein Top-Ergebnis, wie Finanzminister Markus Söder zufrieden bekanntgab. Eintrittsgelder bringen dabei 22 Millionen, der Rest kommt aus Veranstaltungen, Vermietungen und Verpachtungen.
Dank sei dem Kini
Als besonders erfolgreich erwies sich die Bayerische Landesausstellung "Götterdämmerung" auf Herrenchiemsee zum 125. Todestag von König Ludwig II. Bis zu 80 Prozent mehr Besucher hätten sich das Schloss angesehen. Den größten Ansturm aber hat wie jedes Jahr Neuschwanstein zu verzeichnen: Mehr als 1,4 Millionen Menschen wollten das "Zuckerbäckerschloss" des Kini sehen. Zusammen mit Herrenchiemsee und Linderhof lockten die Schlösser des Märchenkönigs allein rund die Hälfte aller Besucher der Schlösserverwaltung.
Der Schlösserverwaltung obliegt auch die Pflege historischer Parkanlangen wie etwa des Englischen Gartens in München oder des Residenzgartens in Würzburg. Eine Leistung, die für die Bevölkerung unentgeltlich ist, wie der Finanzminister betont. Die jährlichen Kosten für solche Aufgaben belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro. Zu den wichtigen Maßnahmen im laufenden Jahr zählte Söder unter anderem Sanierungen auf der Kaiserburg in Nürnberg, wie etwa den Heidenturm. Daneben sollen der Tiefe Brunnen und der Sinwellturm durch neue technische Einbauten und moderne museale Präsentation aufgewertet werden.
Neuschwanstein wird saniert
Touristen werden das berühmte Schloss Neuschwanstein in den kommenden Monaten nur größtenteils verhüllt bestaunen und ablichten können. Das Märchenschloss von König Ludwig II. sei wegen Sanierungsarbeiten an der West- und Nordfassade eingerüstet, sagte ein Sprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung. Hinter den Gewebeplanen werden nun die Natursteinmauern saniert. "Dazu gehört das Erneuern von Fugenmörtel und das Entfernen von kleinen Pflanzen", so der Sprecher. Ende 2012 soll die Generalsanierung abgeschlossen sein. Das Märchenschloss von König Ludwig II. (1845-1886) liegt idyllisch in den Bergen von Schwangau. Das ursprünglich als Ritterburg geplante Bauwerk ist äußerst prunkvoll und gilt als Meisterwerk des Historismus. Im November 2009 war bereits die Sanierung der Südfassade abgeschlossen worden.
Erfolgreiche Ausstellungen
Auch für das Haus der Bayerischen Geschichte war 2011 ein erfolgreiches Jahr. Rund 600.000 Besucher zählten alle Ausstellungsprojekte des Hauses 2011 - davon machte die Schau über "Märchenkönig" Ludwig II. im Schloss Herrenchiemsee mit 575.327 Besuchern den Löwenanteil aus. Sie wurde die erfolgreichste bayerische Landesausstellung aller Zeiten. Draufzahlen muss der Freistaat trotzdem. Das Haus der Bayerischen Geschichte nahm nach Angaben Loibls mit den Ticketverkäufen "einen hohen sechsstelligen Betrag" ein, die Investitionskosten des Hauses lagen bei rund 1,2 Millionen. Wie Theater oder Opernhäuser auch sind die Landesausstellungen ein Subventionsprojekt. An dem Projekt beteiligt waren außerdem die Bayerische Schlösserverwaltung und der Landkreis Rosenheim.

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