Oktoberfest Razzia im Hippodrom
Auf dem Oktoberfest hat der Zoll eine groß angelegte Durchsuchungsaktion durchgeführt. Dabei ging es um den Verdacht der Schwarzarbeit und die Bezahlung der Sicherheitsleute. Die Einsatzkräfte konzentierten sich zunächst auf das Hippodrom-Zelt.
Gegen den Wirt des Hippodrom-Zeltes, Sepp Krätz, läuft bereits seit einem Jahr ein Steuerstrafverfahren. Das war jedoch nicht der Grund für die jetzige Kontrolle. Dabei ging es verdachtsunabhängig um Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit, so ein Sprecher des Münchner Hauptzollamtes. Jährlich würden Zelte auf dem Oktoberfest dahingehend kontrolliert.
Keine Unregelmäßigkeit beim Stammpersonal
Beim Stammpersonal des Hippodroms, also bei Küchenhilfen, Schankkellnern, Bedienungen und Spülern, gab es keinerlei Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten. Die Kontrolle der eigenständigen Sicherheitsfirma ergab jedoch laut Hauptzollamt konkrete Hinweise auf den Einsatz von Ordnern als sogenannte Scheinselbständige, die weniger als den tariflich festgelegten Mindestlohn von 8,28 Euro pro Stunde erhielten. Diese Hinweise werden nun überprüft. Ob Krätz von eventuellen Unregelmäßigkeiten bei der Sicherheitsfirma wusste, ist unklar. Eine Auskunft zu der Aktion des Hauptzollamtes wollte die Geschäftsleitung des Hippodroms nicht geben.

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