Landesausstellung Verbündet, verfeindet, verschwägert
2011 war ein erfolgreiches Jahr für das Haus der Bayerischen Geschichte. Die Landesausstellung über König Ludwig wollten 570.000 Besucher sehen. Zeit, mit einer Bayerisch-Oberösterreichischen Kooperation an den Erfolg anzuknüpfen.
Unter dem Titel "Verbündet - Verfeindet - Verschwägert. Bayern und Österreich" findet vom 27. April bis 4. November die Bayerische Landesausstellung 2012 statt. Es ist die erste Schau des Freistaats im Verbund mit dem Land Oberösterreich.
Drei Standorte
In Burghausen und im oberösterreichischen Mattighofen und Ranshofen wird die gemeinsame Geschichte Bayerns und Österreichs thematisiert. Das Haus der Bayerischen Geschichte zeigt auf Deutschlands größter Burg die Historie der beiden Länder im Mittelalter. An den anderen Standorten wird die Fortsetzung über die Zeit bis um 1800 präsentiert. Die Schau geht unter anderem den Fragen nach, warum Herzog Tassilo dem Kloster Kremsmünster einen kostbaren Kelch schenkte und was in der Geburtsurkunde Österreichs von 996 wirklich zu lesen ist.
Der "Kini" zieht
Die landesausstellung 2011 über das Leben und den bis heute ungeklärten Tod von König Ludwig II. im zuvor nicht zugänglichen Teil von Schloss Herrenchiemsee bescherte dem Haus der Bayerischen Geschichte mit 570.000 Besuchern bis Oktober den bisher größten Erfolg seiner Landesausstellungen. Die Schau über das Leben und Sterben des bekanntesten Bayerischen Königs habe sowohl kritische Historiker, als auch eingefleischte Ludwig-Fans überzeugt. Zufrieden zeigen sich auch die Touristiker des Landkreises Rosenheim angesichts der vielen Tagestouristen und Übernachtungsgäste. "Wir rechnen in der Region mit einem zusätzlichen Umsatz von rund 18 Millionen Euro aufgrund der Bayerischen Landesausstellung, und dazu rund vier Millionen Euro durch Übernachtungsgäste", so die Bilanz von Rosenheims Landrat Josef Neiderhell.

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