Jubiläum Das Kallmann-Museum feiert sich selbst
Das Kallmann-Museum in Ismaning feiert sein 20-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsveranstaltungen beginnen mit einem Konzert, dann folgt das Museumsfest. Zuletzt wird die Neuauflage von Kallmanns Autobiografie vorgestellt.
Das Museum zeigt einen Überblick über das Werk des Malers Hans Jürgen Kallmann (1908 -1991). Zu seinen Lebzeiten war Kallmann vor allem bekannt durch Porträts namhafter Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Außerdem umfasst die Sammlung auch Landschaften, Tiermotive und Interieurs aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Neben wechselnden Präsentationen der Bilder Kallmanns finden jährlich vier Sonderausstellungen statt, die sich mit der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts und zeitgenössischer Kunst befassen und oft überregionale Aufmerksamkeit erregen.
Von den Nazis diffamiert
Hans Jürgen Kallmann wurde am 20. Mai 1908 in der ehemaligen Provinz Posen geboren. Seine Anfangsjahre als Künstler verbrachte er von 1930 bis 1944 in Berlin. 1937 wurde er als "entarteter Künstler" diffamiert und mit Ausstellungsverbot belegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er zunächst einen Ruf an die Kunstakademie in Caracas in Venezuela, kehrte aber schon 1952 nach Deutschland zurück. Bis zu seinem Tod im Jahr 1991 arbeitete Kallmann als freischaffender Künstler in Pullach bei München.
Museum im Schlosspark
Das Kallmann-Museum wurde 1992 im Ismaninger Schlosspark eröffnet und verfügt über eine Ausstellungsfläche von 420 Quadratmetern. Die Fassade des Gebäudes wurde einer klassizistischen Orangerie nachempfunden, die sich bis 1983 im Park an derselben Stelle befand.

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