Betrug Die EC-Karte wird sicherer
In einer gemeinsamen Aktion wollen die bayerische Polizei und die Sparkassen mehr gegen die EC-Kartenkriminalität unternehmen. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann an. Ein neuer Kartenstandard bietet mehr Schutz.
Bekämpft werden soll vor allem das sogenannte "Skimming" - also das Abgreifen von Bankkartendetails an manipulierten Geldautomaten. Die dabei gewonnenen Daten werden von den zumeist aus Rumänien und Bulgarien stammenden Tätergruppen zur Herstellung gefälschter EC-Karten verwendet, mit deren Hilfe dann binnen Stundenfrist auf Kosten der Bankkonten im Ausland eingekauft wird. Die dabei angerichteten Schäden gehen jährlich in die Millionen.
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Erste Erfolge
Die Zahl der Betrugsfälle mit kopierten Girokarten und manipulierten Geldautomaten geht inzwischen aber zurück. "Ich bin erleichtert, dass wir 2011 nach den im Moment vorliegenden Zahlen erstmals eine günstige Entwicklung verzeichnen", so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Der Rückgang ist nach Angaben des bayerischen Sparkassenverbands ist der Rückgang vor allem auf verbesserte Sicherheitsstandards zurückzuführen. Die Betrüger könnten ihre gefälschten Karten mittlerweile nur noch außerhalb Europas benutzen, sagte der Präsident des Sparkassenverbands, Theo Zellner. Die Gefahr, Opfer der betrügerischen Banden zu werden, besteht aber nach wie vor. "Für Entwarnung ist es viel zu früh", sagte Herrmann. 2010 sei bei den Banken ein Schaden von mehr als 50 Millionen Euro entstanden
EMV-Standard
Geholfen hat dabei der sogenannte EMV-Standard, also die Vorschrift, an allen in Europa installierten Geldautomaten nur noch EC-Karten zu akzeptieren, die mit speziellen Mikrochips ausgestattet sind. Diese bieten gegenüber dem bisher verwendeten Magnetstreifen einen besseren Schutz gegen illegale Kopien. Das für diese Delikte zuständige Landeskrminalamt stellte eine deutliche Abnahme der Skimming-Delikte im vergangenen Jahr fest. Polizei und Sparkassen geht es aber weiter darum, dass auch die Kunden zu Erhöhung der Sicherheit beitragen. PIN-Nummern sollten auf jeden Fall so eingetippt werden, dass dies nicht von anderen Kunden beobachtet wird. Außerdem sollten diese Nummern stets getrennt von der Karte aufbewahrt werden.
Skimming
Bankkunden fühlen sich schlecht über den Klau von EC-Kartendaten informiert. 69 Prozent der Bundesbürger wissen nach eigener Einschätzung nicht ausreichend über Skimming - das illegale Ausspähen der EC-Kartendaten - Bescheid. Grund für die Wissenslücke ist nach ihrer Meinung vor allem die mangelhafte Aufklärung durch die Banken. 59 Prozent der Deutschen wurden nach eigener Auskunft von ihrem Institut nicht über die Risiken und Schutzmöglichkeiten gegen den Klau ihrer Daten informiert. Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern.

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