Ein Kind war unter dem Bus eingeklemmt
Autobahn A 92 Rätselraten nach Busunfall
Nach dem schweren Busunfall gestern auf der A 92 bei Freising steht die Unglücksursache noch nicht fest. Vermutlich war Starkregen der Auslöser. Die meisten der 30 verletzten Kinder sind wieder zu Hause.
Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Landshut erklärte, an dem Fahrzeug habe es keine technischen Mängel gegeben, sowohl die Reifen als auch die Bremsen seien in Ordnung gewesen. Es sei davon auszugehen, dass der plötzlich einsetzende Starkregen und Hagel die Unfallursache waren. Die endgültige Ermittlung der Unfallursache werde voraussichtlich noch etwa sechs Wochen dauern. Dann soll der Bericht des Gutachters vorliegen. Die meisten der verletzten Kinder sind wieder zu Hause. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, befinden sich noch die drei schwer verletzten Kinder in Kliniken. Lebensgefahr besteht nicht.
Auf dem Rückweg vom Flughafen
Der Bus einer Ferienreisegesellschaft aus dem Raum Dachau war auf der Autobahn 92 zwischen Freising-Süd und Eching-Ost in Richtung München unterwegs, als das Fahrzeug ins Schleudern kam. Daraufhin sei der Bus umgekippt, berichteten Augenzeugen. Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 15.20 Uhr hat es den Angaben zufolge schwer geregnet und gehagelt. Die 33 Insassen - die meisten zwischen zehn und zwölf Jahre alt - wurden verletzt. Ein Kind wurde nach Angaben der Polizei unter dem Bus eingeklemmt und musste mit Rettungsgeräten befreit werden. Der Bus war auf dem Rückweg von einer Ausflugsfahrt zum Münchner Flughafen. In dem älteren Fahrzeug gibt es keine Sicherheitsgurte. Laut Gesetz gilt zwar seit 1999 in Deutschland eine Anschnallpflicht in Reisebussen. Ältere Modelle müssen aber nicht nachgerüstet werden. Wenn Busse nachgerüstet werden, so müssen die Gurte auch angelegt werden.
Zudem waren nach dem Busunglück drei Lastwagen und ein Auto in den Stau an der Unfallstelle gefahren. Dabei wurden drei Menschen zum Teil schwer verletzt. Insgesamt waren mehr als 120 Rettungskräfte im Einsatz. Die Autobahn wurde zwischen Freising-Süd und dem Kreuz Neufahrn komplett gesperrt. Auf der A92 bildete sich in beiden Richtungen ein Stau von zeitweise mehr als zehn Kilometern.

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