Arbeitgeber Führung mit zarter Hand
Die Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie setzen bei der Förderung von Frauen auf Weiterbildung und nicht auf Quote. Die Arbeitgeber fördern potenzielle weibliche Führungskräfte stattdessen über ein spezielles Programm.
Ein zweijähriges Pilotprojekt "Frauen in Führungspositionen" für die Mitgliedsunternehmen des Verbands der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber ist nach Angaben des Veerbands erfolgreich abgeschlossen worden. 56 Frauen aus 21 Unternehmen hätten daran teilgenommen. Acht von ihnen seien mittlerweile auf eine Führungsposition gerückt. Elf hätten in ihrer Firma eine verantwortungsvollere Aufgabe übernommen.
Führungskräfte als Mentoren
Dieses Projekt werde fortgesetzt, sagte der Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Für die Neuauflage hätten sich bereits 39 Mitarbeiterinnen aus 18 Firmen angemeldet. In regelmäßigen Wochenendseminaren würden die Teilnehmerinnen vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft in verschiedenen Bereichen wie Persönlichkeitsentwicklung, Netzwerken und Karriereplanung geschult - auch von Managerinnen und Unternehmerinnen. Führungskräfte in den teilnehmenden Firmen stünden zusätzlich als Mentoren bereit.
"Weibliche Potenziale werdenwürden nach wie vor zu wenig genutzt. Für mehr Chancengerechtigkeit im Erwerbsleben brauchen wir einen Bewusstseinswandel."
Zitat: Bayerns Frauenministerin Christine Haderthauer (CSU)
EU will Frauenquote
EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat den europäischen Unternehmen vorgeworfen, zu wenig für die Gleichstellung von Frauen zu tun. Der Anteil weiblicher Führungskräfte sei nach wie vor zu gering Reding verteidigte ihren Plan, im Oktober ein Gesetz für eine Frauenquote in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen einzuführen. Danach sollen bis 2020 40 Prozent der Mitglieder weiblich sein.

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