Gleiserneuerung am Brenner. Mit diesem Bauzug sind die Trupps angerückt und arbeiten sich nun Stück für Stück vor. Bisher ist alles voll im Zeitplan.
Sanierung Stillstand am Brenner
Die Zugstrecke zwischen Österreich und Italien ist in die Jahre gekommen. Seit 1867 existiert die Bahnverbindung. Jetzt muss die Trasse für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht werden.
Rund 260.000 Fahrgäste sind von der Sperrung betroffen, rund 100.000 von ihnen Fernreisende. Seit Montag müssen dafür Fahrgäste zwischen Innsbruck und Brenner auf Busse umsteigen und auf Güterzüge ausweichen. Die Regelung soll bis 10. September sowie zusätzlich an sechs Wochenenden gelten. Die Arbeiten seien voll im Zeitplan, hieß es bei der ÖBB.
Verschiedene Ausweichrouten
Die Fahrtzeiten verlängerten sich durch den Einsatz der Busse nicht. Nur der Nachtzug fahre über die Tauernstrecke bei Villach und brauche zwei Stunden länger. Der Güterverkehr mit rund 130 Zügen an Werktagen wird über verschiedene Strecken - unter anderem Villach und die Schweiz - geleitet. Nach schweren Unwettern behindern zusätzlich Erdrutsche den Verkehr südlich des Brennerpasses in Südtirol. Laut ÖBB ist die Bahnstrecke dort deshalb derzeit unpassierbar, Passagiere müssten auch dort in Bussen weiterreisen.
Sommer-Baustelle kein Zufall
Das 55 Millionen Euro teure Bauprojekt ist nach ÖBB-Angaben die größte Bahn-Sanierung in Österreich seit 30 Jahren. Die Arbeiten müssen im Sommer stattfinden, da es am Brennerpass auf 1.350 Metern schnell einmal schneien kann. Die Strecke wird 54 Tage voll gesperrt. 26 Kilometer der 36 Kilometer langen Trasse zwischen Innsbruck und Brenner werden generalsaniert. Schienen und Schwellen sollen ausgewechselt werden. Auch die Energieversorgung der Strecke, die heute zu den wichtigsten Nord-Süd-Magistralen zählt, muss erneuert werden. Während der Bahn-Vollsperrung soll es zum Ausgleich keine Bauarbeiten an der Autobahn geben.

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