Daniel Craig kehrt zurück als James Bond 007. In seinem neuesten Abenteuer "Skyfall" wird alles in Frage gestellt, woran 007 im Leben und in der Arbeit glaubt.
James Bond "Skyfall" feiert Weltpremiere
Die Filmfigur begeht in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an den neuen 007-Streifen. Der Film wurde jetzt erstmals in der Londoner Royal Albert Hall präsentiert.
Für die Fans gab es bei der Premiere in Großbritanniens Hautstadt allerhand zu sehen: Bond-Darsteller Daniel Craig, Javier Bardem, Judi Dench und Ralph Fiennes liefen über den roten Teppich. Und auch Prinz Charles und seine Frau Camilla kamen zur Premiere von "Skyfall". Das deutsche Publikum muss sich noch bis 1. November gedulden, dann kommt der neue Bond auch hierzulande in die Kinos. Craig verkörpert bereits zum dritten Mal den legendären Geheimagenten. Einige Filmkritiker halten "Skyfall" für einen der besten Bond-Filme seit Jahren.
Nicht nur Stereotype
In der aktuellen Folge sind sämtliche klassische Zutaten beigemengt: Schnelle Autos, schöne Frauen, geschüttelter Martini, ein schauerlicher Bösewicht, Maßanzüge und exotische Schauplätze. Sogar der alte Aston Martin DB5, den einst Sean Connery fuhr, wurde wieder aktiviert. Detailverliebte, ewige 007-Fans dürften nicht enttäuscht sein.
Aber anders als so manches Mal in der 50-jährigen Geschichte des Geheimagenten auf der Leinwand braucht der neue Bond das alles gar nicht unbedingt. Denn statt des Superhelden zeigen Daniel Craig und Regisseur Sam Mendes einen verwundbaren, vielschichtigeren Bond mit Vergangenheit. Sie machen ihn damit über den Stereotyp hinaus auch für Nicht-Bond-Kenner interessant.
Ein Quantum Realität
Dass nach dem eher enttäuschenden Vorgänger "Ein Quantum Trost" etwas ganz anderes kommen würde, ließ sich erahnen, als feststand, dass Sam Mendes Regie führen würde. Bond-Darsteller Craig soll ihn selbst ausgesucht haben. Mendes ist mit sensiblen Dramen wie "Zeiten des Aufruhrs" oder "American Beauty" bekanntgeworden, als Action-Experte galt er bislang nicht gerade. Craig und Mendes wollten wieder zurück zu den Wurzeln und nahmen sich die Buchvorlagen von Ian Fleming vor. "Wir leben in einer Zeit, in der es möglich ist, einen großen, unterhaltsamen, glamourösen Eskapismus-Film zu machen, der gleichzeitig etwas über die Welt aussagt, in der wir leben", sagte Mendes. "James Bond fühlt sich wieder wie ein realer Mann in einer realen Situation an."

Wetter
