Nürnberg Zukunftskonferenz für den Flughafen
Der angeschlagene Flughafen Nürnberg braucht einen Plan für die Zukunft. Den soll eine Flughafenkonferenz erarbeiten, die Finanzminister Söder einberufen hat. Die Teilnehmer sollen Vorschläge für den Frankenflughafen erarbeiten.
An dem Treffen nahmen Vertreter aus Wirtschaft und Tourismus sowie der Fluggesellschaften und der Politik teil. Mit dabei war auch das Aktionsbündnis "Nein zur Flughafen-Nordanbindung". Nach dem Treffen meinte Söder, ein Bündnis aus Politik und regionaler Wirtschaft müsse dem Flughafen mit einem neuen Leitbild unter die Arme greifen. Die Potenziale des Flughafens müssten "ausgelotet" werden. Das sei "kein Sanierungskonzept, sondern ein Entwicklungskonzept". Ziel sei es, die Infrastruktur des Flughafens und damit seine Einnahmen so auszubauen, dass die Gebühren für die Fluggesellschaften sinken könnten. Dafür müsse der für die ganze Region wichtige Flughafen breiter aufgestellt und besser vernetzt werden.
Mehr Geld durch Geschäfte und Fracht
Eine Möglichkeit könnte laut Söder sein, durch weitere Geschäfte in den Terminals oder das schon seit langem angedachte Kongresszentrum am Flughafen zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Auch die Steigerung des Frachtverkehrs durch eine Verknüpfung mit dem Hafen sei möglich, ergänzte Verkehrsstaatssekretärin Katja Hessel (FDP), die ebenfalls an dem Treffen teilnahm. Für die Erarbeitung des Leitfadens, der Mitte 2013 vorgestellt werden soll, stellt das Finanzministerium 200.000 Euro bereit.
PR-Termin des Finanzministers?
Das Aktionsbündnis "Nein zur Flughafen-Nordanbindung" verspricht sich von dem Treffen keine konkreten Ergebnisse. Dafür sei die Beratungszeit zu kurz, sagte Bündnissprecher Roland Warten. Er nannte die Konferenz indirekt einen PR-Termin des Finanzministers. Der Flughafen war in den vergangenen drei Jahren tief in die Verlustzone gerutscht. Die Stadt und der Freistaat mussten 2011 mit einer Finanzspritze und Bürgschaften von über 40 Millionen Euro einspringen.

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