Donaumoos - Bayerns Boden des Jahres 2012
Mit der Auszeichnung werden die Anstrengungen der Donaumoos-Bewohner gewürdigt, dem Moorschwund mit einer umweltverträglichen Nutzung entgegen zu wirken. Ihre Devise: "Mehr Moorflächen statt weniger!" Das Donaumoos zwischen Ingolstadt, Neuburg an der Donau und Pöttmes ist das größte Niedermoor Süddeutschlands. Bis heute ist rund ein Drittel der ursrpünglichen 180 Quadratkilometer verloren gegangen. Dieser trend soll gestoppt werden.
Preisträger 2012 Die Pflanzen des Jahres
Ob Staude, Baum, Heil- oder Arzneipflanze. Vereine und Verbände küren jedes Jahr die "Pflanzen des Jahres". Gewächse, die es verdient haben, in botanischer und medizinischer Sicht ein Jahr lang im Mittelpunkt zu stehen.
Baum des Jahres: Europäische Lärche (Larix decidua)
Die Europäische Lärche ist der Baum des Jahres 2012, ausgerufen vom Kuratorium "Baum des Jahres" der Dr. Silvius Wodarz Stiftung. Die Lärche ist die einzige heimische sommergrüne Nadelbaumart. Denn anders als etwa Fichte, Weißtanne oder Kiefer zieht sie im Herbst die wichtigen Nährstoffe aus den Blättern, den Nadeln, und wirft diese daraufhin ab.
Kontakt
Baum des Jahres
Dr. Silvius Wodarz Stiftung
Dr. Silvius Wodarz
Kneippstraße 15
95615 Marktredwitz
Tel. 09231 / 985848
info@baum-des-jahres.de
Experten gehen davon aus, dass es sich dabei um eine Anpassung an ihren extremen Lebensraum im Hochgebirge handelt. Wenn es im Winter sehr kalt wird und aus dem gefrorenen Boden kein Wasser nachgeliefert werden kann, besteht die Gefahr der Frosttrocknis, die Lärche würde verdursten. Und um die Verdunstung zu verringern, wirft die Lärche ihre Nadeln ab und besticht kurz vorher mit einer goldgelben Herbstfärbung.
Staude des Jahres: Knöterich
Fallopia, Aconogonon, Bistorta und Persicaria. Sie alle sind Knöteriche und selbst Experten sind hin und wieder verwirrt, welche Pflanze denn nun zu welcher Gattung gehört. Da man sich aber keine von ihnen entgehen lassen sollte, hat der Bund Deutscher Staudengärtner gleich mehrere Knöterich-Gattungen zur "Staude des Jahre 2012" zusammengefasst. Dazu gehören etwa:
Teppich-Wiesenknöterich (Bistorta affinis)
Empfehlenswerte Sorten:
'Superbum', eine alte, reichblütige Sorte mit rötlicher Herbstfärbung
'Darjeeling Red', bis 25 cm hoch und rosarote Blüte
'Kabouter', bis 20 cm hoch und dicht wachsend
Kerzenknöterich (Bistorta amplexicaulis)
Empfehlenswerte Sorten:
'Atropurpureum', dunkelrote Blüten
'Album', hellgrünes Laub, weiße Blüten
'Blackfield', schwarzrote Blüten
Aconogonon speciosum 'Johanniswolke', ein 200 cm hoher Blütenberg, der bereits Mitte Mai zu leuchten beginnt und bis in den Sommer hinein blüht.
Fadenknöteriche
Empfehlenswerte Arten und Sorten:
Persicaria filiformis 'Painter's Palette', weißgrün panaschierte Blätter
Persicaria virginiana 'Compton's Form', spitz zulaufenden Blätter, die im Frühjahr braunrot erscheinen.
Kontakt
Bund deutscher Staudengärtner im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG)
Godesberger Allee 142-148
D-53175 Bonn
Telefon: + 49 228 - 81002-55
info@stauden.de
Arzneipflanze des Jahres: Süßholz (Glycyrrhiza glabra)
Bei dem Süßholz sind es weder Blüten noch Früchte, die zum Titel "Arzneipflanze des Jahres 2012" verholfen haben. Der "Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" hat es bei der Wahl auf die Wurzel der verholzenden Staude abgesehen, in der gut 400 nützliche Inhaltsstoffe stecken. Unter anderem Glycyrrhizin, das etwa die 50-fache Süßkraft von Rohrzucker besitzt. Glycyrrhizin schützt die Schleimhäute, wirkt entzündungshemmend und krampflösend. Ein heißer Tee aus zerkleinerter Süßholzwurzel beruhigt Hustenreiz und hilft bei rauer Stimme.
Kontakt
Dr. Johannes G. Mayer
Forschergruppe Klostermedizin GmbH
Mozartstr. 1
97074 Würzburg
Telefon: 0931 83264
johannes.mayer@uni-wuerzburg.de
Heilpflanze des Jahres: Koloquinte (Citrullus colocynthis)
Der Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e.V. hat 2012 die Koloquinte zur "Heilpflanze des Jahres" gewählt. Die Koloquinte ist eine Wüstenpflanze, die unter anderem in Nordafrika natürlich vorkommt. In der Volksmedizin ihrer Herkunftsländer wird die Koloquinte in sehr geringer Dosierung als Abführmittel eingesetzt.
Kontakt
NHV Theophrastus
Bayreuther Str. 12
09130 Chemnitz
Tel.: +49 (0) 371/666 58 12
info@nhv-theophrastus.de
Dort ist auch eine Broschüre mit weiteren Informationen zur Koloquinte erhältlich.
Die Frucht selbst ist allerdings schwer giftig. Experten weisen deshalb darauf hin, dass eine Behandlung nur unter therapeutischer Aufsicht geschehen darf. Mit der Wahl der Koloquinte zur "Heilpflanze des Jahres" möchte der Verein NHV Theophrastus dazu anregen, den gesundheitlichen Nutzen von Citrullus colocynthis einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

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