Echt Fränkisch! Krapfen mit Hiffenmark
Jedes Jahr sammelt und verarbeitet Monika Lehner Hagebutten. Das Mark streicht sie sich dann aufs Frühstücksbrot. In der Faschingszeit freut sie sich allerdings besonders darauf, ihre Krapfen damit zu füllen.
Rezept fürs Hiffenmark
Zutaten:
- 1 kg geputzte Hagebutten
- 0,2-0,4 l Wasser
- 300-500 ml Agavendicksaft (je nach gewünschtem Süßegrad)
- 70 g Apfelpektin
alternativ:
- 1 kg Früchte
- 0,2-0,4 l Wasser
- Gelierzucker je Packungsangabe (bei 1:1 ebenfalls 1 kg, bei 2:1 500 Gramm, usw.)
Zubereitung
Die Hagebutten waschen und putzen. Putzen meint in diesem Fall Blütenboden und Stiel entfernen. Dann die Hiffen in einen Topf geben und so viel Leitungswasser dazugeben, dass diese etwa zur Hälfte bedeckt sind. Das ganze nun mit geschlossenem Deckel für 4-6 Stunden kochen. Den Topf von der Herdplatte nehmen, die weich gekochten Hiffen mit dem Pürierstab zerkleinern und durch die Passiermühle drehen. Wer keine Passiermühle hat, muss sich etwas mehr anstrengen: Mit feinmaschigem Sieb und Kochlöffel kommt man zum gleichen Ergebnis.
Das so entstandene Mus gibt man nun wieder in einen Topf. Dann den Agavendicksaft und das Apfelpektin, bzw. den Gelierzucker, beimengen und gründlich umrühren. Jetzt das Mus aufkochen und für 5 Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd kochen. Nun kann das Mus in sterilisierte Gläser abgefüllt werden. Diese stellt man jetzt für 5-10 Minuten auf den Deckel und/oder pasteurisiert sie nach dem Erkalten im Einkochtopf.
Rezept für die Krapfen
Zutaten (reicht für ca. 30 Krapfen)
- 1 Liter Milch
- 120 g Hefe (frisch oder trocken)
- 8 Eigelb
- 2 Vollei
- 200 g Zucker
- 20 g Salz
- 200 g Butter
- 1,5 kg Mehl (Dinkelmehl Typ 630 oder Weizenmehl Typ 405 / Dinkel muss länger gehen)
- Abrieb einer unbehandelten Zitrone
Weitere Zutaten
- Mehl für Arbeitsfläche und Backblech
- Puderzucker zum Bepudern
- Backfett zum Ausbacken
Zubereitung
Vorteig und Teig: Zunächst den Vorteig zubereiten: Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Kuhle formen, die Hefe hinein bröseln, mit 1 Teelöffel Zucker, etwas lauwarmer Milch und ein wenig Mehl zu einem dickflüssigen Teig verrühren. Den Vorteig dann mit etwas Mehl abdecken. Auf den Rand des Mehlbergs jetzt die weiche Butter, die Zitronenschale, den restlichen Zucker und das Salz verteilen und den Vorteig zugedeckt gehen lassen, bis er seine Größe verdoppelt hat. Dann den gegangenen Vorteig mit etwas Mehl verrühren, die übrige lauwarme Milch und die Eier untermengen und den Teig solange abschlagen oder mit den Händen kneten, bis er sich von selbst vom Schüsselrand löst und eine homogene Masse wird.
Der Teig soll glatt, gleichmäßig und glänzend sein und kleine Blasen werfen. Den Teig jetzt erneut gehen lassen, bis er sich in etwa verdoppelt hat. Während des Gehens einmal gut durchschlagen, damit der Teig besonders feinporig wird. Wer sich für die Variante mit Dinkelmehl entschied, muss darauf etwas länger warten als bei der Verwendung von Weizenmehl.
Nach dem Gehen: Den Teig ausrollen, bis er circa 2,5-3 cm dick ist (ist der Teig zu dünn, bekommen die Krapfen später keinen hellen Rand) und Krapfen in einem Durchmesser von 7-8 cm ausstechen. Die Scheiben jetzt auf ein leicht bemehltes Backblech legen und mit einem angewärmten Tuch abdecken und die Krapfen erneut solange gehen lassen, bis sie ihre Größe verdoppelt haben. Gegangene Krapfen mit dem Schaumlöffel mit der Oberseite nach unten vorsichtig in heißes Backfett geben. Hierbei unbedingt darauf achten, dass sie oben nicht mit heißem Fett bespritzt werden. Das Backgeschirr mit einem Deckel verschließen und 2-4 Minuten geschlossen backen lassen.
Nach Ablauf der Zeit den Deckel vorsichtig entfernen. Ist die Unterseite goldbraun gebacken, den Krapfen mit dem Schaumlöffel wenden und fertig backen, auch wieder für etwa 2-4 Minuten. Die fertigen Krapfen mit dem Schaumlöffel aus dem Backgeschirr nehmen und gut abtropfen lassen, auf dem Kuchenrost oder dem Backofenrost. Die Krapfen hierbei nicht aufeinander legen! Sind die Krapfen abgekühlt, werden sie mittels Spritztülle mit dem Hiffenmark befüllt und im Anschluss mit dem Puderzucker bestäubt.

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