Weihnachten im Januar! Russisch-orthodoxes Weihnachtsfest
Zu Beginn des neuen Jahres, wenn die Feiertage in Deutschland vorbei sind und die meisten Menschen ihre Christbäume wieder abschmücken, fängt das russisch-orthodoxe Weihnachtsfest erst an.
Dass einige orthodoxe Kirchen die Geburt Christi zeitversetzt feiern, liegt am Kalender: Ihre Festtage orientieren sich an der Julianischen Zeitrechnung, die um 13 Tage hinter der Gregorianischen zurückliegt. Daher fällt Heiligabend auf den 6., der erste Weihnachtsfeiertag auf den 7. Januar. Und weil das Fest in der Sowjetunion offiziell verboten war, gingen viele Traditionen verloren. Das konnte aber nichts daran ändern, dass Weihnachten ein wichtiges Familienfest blieb - auch für die russisch-orthodoxen Christen außerhalb Russlands und der ehemaligen Sowjetstaaten.
MIR lädt ein
In Deutschland begehen sie es auf vielfältige Weise, obwohl der Hauptfesttag hier oft ein ganz normaler Werktag ist. Die "Russischen Weihnachten", zu denen MIR, das Zentrum russischer Kultur in München, in die Schwabinger Seidlvilla einlädt, haben inzwischen Tradition. Nach dem festlichen Weihnachtsgottesdienst feiern Russen und Deutsche hier gemeinsam - mit Weihnachtsbaum, Wodka und russischen Spezialitäten wie Borscht oder Piroggen, mit Hackfleisch gefüllten Teigtaschen, aber auch mit Musik und Tanz.
"puzzle" begleitet die kirchlichen und weltlichen Feierlichkeiten und stellt russisch-orthodoxe Weihnachtsbräuche vor.

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