Poesie der Heimat Alina Manoukian
Sie erzählen von Sehnsucht, Liebe und Lebensfreude - melancholisch und voller Poesie, manchmal durchaus auch ironisch. Für die Berliner Schauspielerin Alina Manoukian sind die alten armenischen Volkslieder, die ihre Familie früher sang, Musik aus einer ihr fremden Heimat, Musik, an die sie sich nur vage erinnert.
Mit vier Jahren kam die in Teheran geborene Tochter armenischer Eltern aus dem Iran nach Deutschland und wuchs in Hamburg auf. Sie denkt deutsch und fühlt armenisch, sagt sie. Mit einem Tonbandgerät hat sich Alina Manoukian auf die Suche nach der Musik ihrer Kindheit gemacht und nicht nur ein Stück entgangener Heimat aufgespürt, sondern auch den Gesang für sich entdeckt. Lediglich von einer akustischen Gitarre und dezenten Trommelklängen begleitet, interpretiert die 36-Jährige die alten Lieder mit einer ganz eigenen Ästhetik - mal zart, mal leidenschaftlich.
Poesie, die die Seele berührt
"Mich berühren die Bilder", sagt die Sängerin. "Auf solche Bilder stehe ich, schon bevor ich diese Lieder überhaupt jemals gesungen habe." Diese Bilder mögen ungewöhnlich erscheinen, doch die armenische Sprache und Alina Manoukians Stimme verleihen ihnen eine Poesie, die auch die deutsche Seele berührt.
Gratis-Umarmungen
Die Berlinerin ist nicht nur Sängerin: 2010 war sie als Botschafterin im Auftrag des Bundesumweltministeriums in mehreren Städten unterwegs. Sie schenkte allen, die auf Kurzstrecken nicht mit dem Auto unterwegs waren, Gratis-Umarmungen.
Gerade hat Alina Manoukian in Berlin ihr Debütalbum "Na Mi Naz Ouni" vorgestellt.

Wetter

