Bayerisches Fernsehen - Münchner Runde

Moderatorin Ursula Heller

Ursula Heller ist langjährige Radio- und Fernsehmoderatorin. Seit fast zehn Jahren moderiert sie die Münchner Runde. Hier stellt sie sich Ihnen vor.

Stand: 30.08.2011
Bildergalerie von Ursula Heller | Bild: picture-alliance/dpa, BR

Ich bin seit 22 Jahren Journalistin und dankbar, meine Neugierde, meine Freude, mit Menschen zu reden und "Wieso-weshalb-warum-Fragen" stellen zu können, professionell ausleben zu dürfen.

Der Einstieg in den Journalismus war ein Zufall. Ich hatte mich in verschiedenen Zeitungsredaktionen als Studentin um Goldene Hochzeiten und klischeemäßig um Kaninchenzüchter verdient gemacht, da wies mich ein Studienfreund darauf hin, dass Günther Jauch und Thomas Gottschalk jemanden suchten, der die redaktionelle Arbeit für die damals legendäre "B 3-Radio-Show" unterstützt. Unbefangen rief ich an und: wurde genommen!

Eine bessere Lehrzeit hätte ich mir nicht vorstellen können: Günther Jauch mit seiner frischen, frechen, unkonventionellen Art, Interviews zu führen und "Politiker zu knacken" war unterhaltender und informativer Journalismus vom Feinsten! Wir haben wahnsinnig viel gelernt!

Für mich folgten schöne Radioengagements vor dem Mikrofon (das Morgenmagazin von Bayern 3 und Chroniken des Tages) und dann die Einladung zu einer Probesendung vom Fernsehen! Das war Ende der 80er-Jahre - der Anfang einer fast 18 Jahre währenden Moderation des Rundschau Magazins, unseres Nachrichtenmagazins im Bayerischen Fernsehen. Parallel dazu habe ich im BR und in der ARD viele Sondersendungen moderiert: von der Sonnenfinsternis über den Bayerischen Film- und Fernsehpreis bis zu Wahlabenden. Der Mix war immer fein. Zu diesem Mix gehörte drei Jahre auch die Moderation des ARD Wissenschaftsmagazins "W wie Wissen".

Neben der Münchner Runde moderiere ich derzeit das Politikmagazin "Kontrovers" im Bayerischen Fernsehen. Die Sendung läuft immer mittwochs um 21.15 Uhr.

Ich werde oft gefragt, wie ich das geworden bin, was ich heute mache. Es gibt keinen klassischen Weg in den Journalismus. Ich habe das studiert, was mich am meisten gereizt hat: Germanistik, Geschichte und Philosophie. In Freiburg im Breisgau, in Cambridge in England habe ich ein Auslandsjahr verbringen dürfen und in München habe ich Examen gemacht. Und dann begann der Journalismus!

Privates

Ich habe drei Söhne, durch die immer viel Leben in der Bude ist. Nicht nur, wenn Fußballspiele laufen, sondern vor allem, wenn es um die Schule geht. Mit den beiden Großen erlebe ich täglich, wie viel härter man sich das bayerische Abitur im Vergleich zu meinem nordrhein-westfälischen "Discountabitur" erarbeiten und verdienen muss.
Lucas, unser "last minute"-Sohn mit fünf Jahren, sorgt mit viel Temperament und Fröhlichkeit dafür, dass der Spagat zwischen Familie und Beruf täglich eine sportliche Herausforderung ist. Aber es ist schön so!