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Balthasar Neumann Vollender des Barock

Vor mehr als 250 Jahren, am 19. August 1753, starb in Würzburg der Baumeister Balthasar Neumann. Mit seinem umfangreichen Werk verlieh er der an großartiger Architektur nicht armen Epoche des Barock einen letzten Glanzpunkt.

Stand: 03.12.2012
Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen | Bild: BR

Neumann schuf mit seinen Bauwerken, wie der Würzburger Residenz samt ihrem einzigartigen Treppenhaus, der berühmten Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen und dem Würzburger Käppele, Weltarchitektur. Seine phantasievollen Raumschöpfungen und kühnen Gewölbekonstruktionen versetzen noch heute den Betrachter in ungläubiges Staunen.

Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen

Dabei sah es zunächst nicht so aus, als ob der 1687 in einfachen Verhältnissen in Eger geborene und zunächst als Glocken- und Kanonengießer ausgebildete Neumann zu einem der gefeiertsten Baumeister aller Zeiten aufsteigen sollte. Viele Begebenheiten aus seinem Leben erscheinen aus heutiger Sicht wie ein Wunder, so etwa die Verpflichtung Neumanns, der bis dahin noch nicht als Architekt in Erscheinung getreten war, für das ambitionierte Großprojekt der Würzburger Residenz.

Architektonische Höhepunkte des Barock

Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen

In der aufstrebenden Stadt am Main sollte sich Neumanns Talent unter der Herrschaft der kunst- und prachtliebenden Fürstbischöfe aus dem Hause Schönborn voll entfalten. Die geistlichen Herren dieses weitverzweigten Geschlechts erkoren Neumann zu ihrem Hausarchitekten, für sie schuf er seine großartigsten Werke und stieg zum ersten Baumeister an Main, Rhein und Mosel auf.

Die Dachlandschaft der Wallfahrtskirche "Käppele" in Würzburg

Der Film von Henning Weber stellt nicht nur die ungewöhnliche Karriere des Architekten und seine Hauptwerke in Franken vor, sondern präsentiert darüber hinaus in außergewöhnlichen Kameraeinstellungen viele weitere geniale Raumschöpfungen der Meisters, so etwa seinen raffinierten Treppenhausentwurf für Schloß Bruchsal oder seine Abteikirche für das schwäbische Benediktinerkloster Neresheim, die von vielen als der absolute Höhe- und Endpunkt der Epoche angesehen wird.


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