Steven Pinker Gewalt
Er hat eine Geschichte der Menschheit geschrieben. Dabei ist Steven Pinker kein Historiker, sondern er ist Professor für Psychologie an der Harvard University. Sein Augenmerk gilt der Bedeutung von Gewalt in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft.
Der Mensch ist des Menschen Wolf... Die Menschheitsgeschichte als die Geschichte von Kriegen, Genoziden und Gewaltverbrechen zu erzählen, erscheint nicht abwegig. Und oft genug kann man den Eindruck gewinnen, dass die Gewalt, die Menschen Menschen antun, dabei immer größer, umfassender und perfider wird.
Der Evolutionspsychologe Steven Pinker beschreibt in seinem Buch "Gewalt" demgegenüber, dass die Gewaltspirale nicht größer, sondern kleiner werde ... Auch wenn wir heute - oft aufgrund der allgegenwärtigen Medienberichterstattung, die eben auch Fernes zu uns trägt - den Eindruck haben, von Kriegen und Terror umgeben zu sein, leben wir in einer der friedlichsten Epochen der bisherigen Menschheitsgeschichte.
Pinkers These ist, dass die Zivilisation, dass Aufklärung und Bildung für einen Rückgang der Gewalt sorgen, und dass Gewalt immer weniger zur Lösung von Problemen herangezogen wird. Dass die Gewalt unter Mitmenschen einst ganz Geschichte sein wird, so weit geht auch Pinker nicht, doch mit seinem Buch lässt er hoffen, dass Ethik und Moral weltgeschichtlich auf dem Vormarsch sind. Seine Thesen werden in der Wissenschaft allerdings nicht unwidersprochen hingenommen.

Wetter



