Lebenslinien Und trotzdem lebe ich
Es ist das Jahr 1982. Claudia, sechzehn Jahre alt, macht in einem Münchner Krankenhaus ein Praktikum. Sie will Krankenschwester werden. Bei einem Sturz verletzt sie sich an einer Spritze und infiziert sich.
Kurz darauf treten erste gesundheitliche Probleme auf, die niemand einordnen kann. Als sie mit 21 Jahren die Diagnose HIV-positiv erfährt und Ärzte ihr mitteilen, dass sie nur noch zwei Jahre zu leben habe, bricht für sie eine Welt zusammen. Trauer und Angst beherrschen von nun an ihren Alltag. Doch sie kämpft.
Filminfo
Originalitel: Und trotzdem lebe ich (D, 2011)
Regie: Juliane Schuhler
Länge: 44 Min.
Wie geplant schließt sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester ab. Und als neue Medikamente auf den Markt kommen, die besser und anhaltender helfen können, stellt sie sich nach und nach auf ein längeres Leben ein.
Seit 1982 lebt Claudia nun mit dem AIDS-Virus. Sie gehört zu den sogenannten Langzeit-Überlebenden. Sie hat nie aufgehört, sich Ziele zu setzen, hat studiert und ihr Examen gemacht. Eine attraktive Frau, die auf den ersten Blick stark und manchmal sogar lebensfroh wirkt.
Ihre Stärke hat sie sich in all den Jahren immer wieder hart erkämpfen müssen. Doch diese Stärke hat Brüche. Ihre psychische Verfassung ist nicht stabil. Sie selbst sieht sich als Borderline-Persönlichkeit. Mehrmals wollte sie sich aufgeben und hat versucht, sich umzubringen. Doch immer wieder hat sie sich hinterher für das Leben entschieden und für Jana, ihren über alles geliebten Hund.

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