Lebenslinien Ein störrischer Geist
Früher arbeitete Peter als Gartenbauingenieur und züchtete in der eigenen Gärtnerei Zierpflanzen. Nach einem Streit brach er alle Brücken zu seinem alten Leben ab und lebte auf einem Acker nördlich von München.
Meistens schläft Peter unter freiem Himmel, selbst im Winter, auf einem Acker, den er nördlich von München gepachtet hat. "Das ist mein 1000-Sterne-Hotel", erklärt er schmunzelnd. Wenn das Wetter besonders schlecht ist, zieht er sich in eine ausgebaute Erdhöhle zurück oder baut sich ein Iglu. Er ernährt sich von selbst gepflanztem Gemüse und will möglichst gesund leben. Denn seit seiner Kindheit plagt ihn schweres Asthma. Schon in der Schule ist er ein Außenseiter. Niemand versteht, dass er die Luft im Klassenzimmer als Qual empfindet und deswegen so häufig fehlt. Dennoch bringt er gute Noten nach Hause und wird schließlich Gartenbauingenieur.
Filminfo
Originalitel: Ein störrischer Geist (D, 2011)
Regie: Constanze Hegetusch
Länge: 45 Min.
Peters Eltern besaßen eine Gärtnerei. Und als er einen eigenen Gärtnereibetrieb aufmacht, ist er endlich in seinem Element: er züchtet wunderschöne Zierpflanzen und prächtige Stauden. Doch dann kommt es zum Streit um das Wasserrecht auf seinem Pachtgrund. Und es spitzt sich zu: Mit einem Trecker wird sein Betrieb zerstört, und Peter fühlt sich bedroht.
Daraufhin bricht er fast alle Brücken zu seinem früheren Leben ab, zieht sich auf einen entlegenen Acker zurück und wird zum "frei lebenden Eingeborenen" wie er sagt. Mit seinem Gemüseanbau und diversen Aushilfsjobs hält er sich über Wasser. Doch inzwischen - nach elf Jahren - zieht es Peter wieder häufiger in die Stadt. Dort moderiert er eine Umwelt-Sendung auf Radio Lora. Hartz IV-Empfängern zeigt er, wie sie durch Gartenbau zu einer sinnvollen Beschäftigung und zu schmackhaftem Gemüse kommen. Für sich selbst muss er nur noch ein Problem lösen: Welche Frau möchte schon einen Mann, der immer im Freien schläft?

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