Lebenslinien Ein Schuss und was danach geschah
Dreißig Jahre lang arbeitet Michael M. als Polizist und wird in seinem Beruf häufig mit dem Tod konfrontiert. Eines Tages erschießt er in einer schwer einzuschätzenden Lage einen Menschen - nach diesem Tag ist nichts mehr, wie es war.
Dreißig Jahre lang führt Michael M. ein normales Polizisten-Dasein. Mit dem Tod wird er in seinem Beruf häufig konfrontiert. Er lernt damit umzugehen - wie jeder andere Polizist auch. Auf kritische Situationen ist er gut vorbereitet, er hat alles im Griff. Doch dann passiert es: In einer äußerst heiklen, schwer einzuschätzenden Lage erschießt er einen Menschen. Der Getötete ist der Bruder eines Freundes. Aber das erfährt er erst später.
Filminfo
Originalitel: Ein Schuss und was danach geschah (D, 2010)
Regie: Reiner Holzemer
Länge: 43 Min.
Bei der anschließenden kriminalpolizeilichen Ermittlung kommt zwar heraus, dass der Angreifer einen "suicide by cop" begangen, einen Selbstmord geplant und dafür einen Polizisten als Instrument hergenommen habe, doch ihn plagen fortan massive Ängste, Schuldgefühle und Verzweiflung. Nichts ist mehr, wie es war. Er kann nicht mehr als Polizist arbeiten.
Mit 51 Jahren geht er in den Ruhestand und schreibt sich sein persönliches Drama von der Seele. Knapp 6 Jahre sind seit dem traumatischen Ereignis vergangen. Regelmäßig geht er noch in eine Selbsthilfegruppe für Polizisten, die Ähnliches erlebt haben wie er. Ganz allmählich hat er ins Leben zurückgefunden. Doch als Polizist arbeiten kann er heute nicht mehr.

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